Aachen: „Stop oder Go”: Wettbewerb sammelt Ideen gegen den Dauerstau

Aachen: „Stop oder Go”: Wettbewerb sammelt Ideen gegen den Dauerstau

Nordrhein-Westfalen ist nicht nur das Bundesland mit dem dichtesten Autobahnnetz Deutschlands - sondern auch das mit den meisten Staus. Rechtzeitig, bevor die große Weihnachtswelle über die Straßen rollt, rufen die Industrie- und Handelskammern in NRW zum Idenwettbewerb „Stop oder Go” auf: Was lässt sich gegen den Dauerstau tun?

Verkehrsteilnehmer können bis Ende des Jahres Vorschläge einreichen, wie Staustellen auf Autobahnen und Landstraßen in NRW behoben werden können. „Viele Verkehrsteilnehmer, die täglich im Stau stehen, entwickeln sehr kreative Ideen, wie manchmal mit einfachen Mitteln der Verkehr wieder besser fließen könnte”, sagt Verkehrsexpertin Monika Frohn von der IHK Aachen. „Genau deshalb setzt der Wettbewerb auf das Wissen von Lkw- und Pkw-Fahrern in Nordrhein-Westfalen.”

Die Grundidee: Es müssen nicht immer Milliardenbeträge investiert werden, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Oft lassen sich Staustellen schon durch einfache Veränderungen beheben, wie eine verlängerte Autobahnauffahrt oder eine neue Verkehrsführung. Ungeachtet der notwendigen Investitionen in den Ausbau der Straßennetze soll der Wettbewerb innovative Ideen fördern, die sonst keine Beachtung finden. „Gefragt sind - insbesondere angesichts der knappen Kassen - kleine Maßnahmen mit großer Wirkung”, erklärt Monika Frohn.

Damit kein Vorschlag verloren geht, haben die Verkehrsbehörden des Landes zugesichert, sämtliche Einsendungen aus dem Wettbewerb zu prüfen. Alle Ideen, die den Verkehrsfluss nachhaltig verbessern oder zur Sicherheit beitragen können, sollen auch umgesetzt werden - und zwar unabhängig davon, ob sie es im Wettbewerb auf das Siegertreppchen schaffen oder nicht.

Der IHK-Wettbewerb läuft bis zum 31. Dezember 2011. Ansprechpartnerin bei der IHK Aachen ist Monika Frohn, E-Mail monika.frohn@aachen.ihk.de oder Tel. 0241/4460 102.

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