Köln/Düsseldorf: Stickige Luft fordert „drastische Maßnahmen“

Köln/Düsseldorf : Stickige Luft fordert „drastische Maßnahmen“

Die Städte an Rhein und Ruhr müssen auf Druck der EU-Kommission rasch ihre Stickstoffdioxid-Belastung reduzieren - notfalls auch mit drastischen Maßnahmen. So könnten etwa über zehn Jahre alte Autos aus den Innenstädten verbannt werden oder die Parkgebühren deutlich erhöht werden.

Brüssel bemängelt die Belastung vor allem in den Ballungsräumen wie Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet. In ganz Deutschland sind 33 Städte betroffen. Nach Angaben eines Sprechers von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik drohen aber keine unmittelbaren Fahrverbote.

Brüssel bemängelt, dass deutsche Behörden bisher nicht nachweisen können, dass sie die Luftqualität bis 2015 wesentlich verbessern können. Als Beispiele für eine Reduzierung der Belastung nannte der Sprecher höhere Parkgebühren, strengere Umweltzonen, Tempolimits oder eine Verbannung von über zehn Jahre alten Autos aus den Städten.

Stickstoffdioxid ist wie Feinstaub ein gesundheitsgefährdender Schadstoff. Ein Verfahren gegen Deutschland wegen Verletzung von EU-Recht ist noch nicht eingeleitet worden. Das kann passieren, wenn nicht rasch eine Besserung eingeleitet wird. „drastische Maßnahmen“

(dpa)