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Hilfswerk zufrieden: Sternsinger gehen in Verlängerung

Hilfswerk zufrieden : Sternsinger gehen in Verlängerung

Normalerweise wäre die Sternsinger-Aktion bereits vorbei. Was sie sonst machen - an den Türen klingeln, singen und Spenden sammeln - all das geht in diesem Jahr nicht. Doch die Kinder sind findig und machen auch einen Apfelpflücker zum Klingelbeutel.

Die Sternsinger haben sich auf die Beschränkungen der Coronavirus-Pandemie eingestellt und sind in diesem Jahr länger unterwegs. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Einsatz, Fantasie und Begeisterung die Sternsinger-Gruppen die Aktion vor Ort organisieren“, sagte Thomas Römer, Sprecher des katholischen Hilfswerks, in Aachen. Es würden Videos gedreht, digitale Besuche abgestattet und Segensbriefe verteilt. Zudem gebe es in den Gemeinden Treffpunkte für Spenden. An der bundesweiten Aktion beteiligen sich rund 300.000 Kinder und Jugendliche sowie 10.000 Pfarreien.

Das Hilfswerk berichtete, in Bedburg werde eine Stern-Laser-Illumination an einer Kirche gezeigt. Andernorts hätten die Sternsinger mit einer Greifzange die Segensaufkleber herausgegeben, mit einem Apfelpflücker Spenden eingesammelt oder einen Drive-In für Autofahrer aufgemacht.

Traditionell gehen um den 6. Januar herum Kinder von Tür zu Tür, um Segenswünsche zu bringen. Sie hinterlassen den Segensspruch C+M+B an den Haustüren. Das steht für „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Zehn Millionen dieser Aufkleber würden in diesem Jahr verteilt, erklärten die Organisatoren.

Normalerweise sollte die Aktion am 15. Januar zu Ende gehen, doch sie wurde wegen der Corona-Krise bis zum 2. Februar verlängert. Wegen der Kontaktbeschränkungen können die Kinder nicht wie sonst von Haus zu Haus ziehen und singen.

Die Spendenbereitschaft sei groß, berichtete das Hilfswerk. „Was wir an Rückmeldungen bekommen, stimmt uns hoffnungsfroh“, sagte Römer. Angesichts der Pandemie sei Hilfe für Kinder in ärmeren Ländern dringender denn je.

Insgesamt 921 Pfarreien hätten auf der Webseite der Organisation eigene Spendenkonten eingerichtet, um Onlinespenden zu ermöglichen. In Bäckereien und anderen Geschäften seien Dosen aufgestellt. Im vergangenen Jahr wurde mehr als 52 Millionen Euro gesammelt. In diesem Jahr sollen Spenden vor allem Kindern in der Ukraine zugute kommen, deren Eltern in anderen Ländern arbeiten, um Geld zu verdienen.

(dpa)