Staus und Baustellen sorgen auf A4 und A44 für lange Staus

Auf A4 und A44 : Unfallserie und Baustellen sorgen für Dauerstaus am Aachener Kreuz

So schlimm wie am Dienstag staute es sich nicht alle Tage am Aachener Kreuz. Bis zu einer Stunde Wartezeit mussten Autofahrer am Nachmittag einrechnen, wenn sie auf der A4 von der niederländischen Grenze her in Richtung Köln an Aachen vorbeifahren wollten. Auf der Nord-Süd-Achse A44 sah es nicht besser aus, auch auf der A544 standen die Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange.

Schon ab Aachen-Laurensberg ging auf der A4 zeitweise nichts mehr. Eine kilometerlange Blechschlange zog sich über die Anschlussstelle Aachen-Zentrum vorbei bis zum Kreuz. Dort trafen die genervten Fahrer auf ihre Leidensgenossen, die auf der A44 Ähnliches erlebt hatten.

Es war nicht etwa ein großer Unfall, der den Verkehr am Nordostzipfel der Stadt zum Erliegen brachte, eher eine Kombination aus mehreren Baustellen und kleineren Blechschäden. Von Dienstag bis Donnerstag etwa fließt der Verkehr auf der A44 zwischen Aachener Kreuz und Broichweiden nur über jeweils eine Fahrspur. Dort wird eine neue Brücke über die Bahnstrecke gebaut, am Dienstag begannen die Arbeiten mit dem Aufbauen einer neuen Schutzwand.

Nur eine von drei Spuren frei

Auf der A4 bei Eschweiler sorgte dann eine weitere Fahrbahnverengung wegen einer Baustelle für einen Engpass in östliche Richtung. Dort ist nur eine von drei Fahrspuren frei.

Wenn Tausende von Autos sich auf engstem Raum knubbeln, kommt es erfahrungsgemäß zu unerwünschten Kontakten. Für die Autobahnpolizei war es ein überaus arbeitsreicher Tag. So krachte es etwa gegen 17.03 Uhr auf der Autobahn 544 in Fahrtrichtung Kreuz, eine Viertelstunde später auf der A4 in Richtung Köln kurz vor dem Kreuz. Beide Male waren Lastwagen und Pkw die beteiligten Fahrzeuge. Nur Minuten später verzeichnet der Einsatzbericht der Polizei den nächsten Auffahrunfall um 17.24 im Kreuz und um 18.18 Uhr ebendort noch einen weitere.

Es knallt am laufenden Band

Mindestens drei Unfälle gab es bei Eschweiler: Um 17.11 Uhr, 17.45 Uhr und dann noch einmal 19.14 Uhr. Es blieb in allen Fällen bei Sachschäden. Menschen kamen nicht zu Schaden - es sei denn, man rechnet den Stress und die nervliche Belastung der hinter dem Unfall zu weiteren Wartezeiten gezwungenen Fahrer hinzu.

Erst am frühen Abend besserte sich die Situation etwas, als die Masse der Feierabendpendler den Knotenpunkt verlassen hatte. In den nächsten Tagen ist allerdings mit weiteren Behinderungen zu rechnen. Und in etwa fünf Wochen wird die Verkehrsführung noch einmal verändertt, indem die Abfahrt von der A44 in Richtung Niederlande/Europaplatz um rund 300 Meter südwärts verschoben wird.