Düsseldorf: Stahlkonzern muss für kaputte Autos zahlen

Düsseldorf : Stahlkonzern muss für kaputte Autos zahlen

Der ThyssenKrupp-Konzern muss Anwohnern seines Krefelder Edelstahlwerks mehr als 30.000 Euro Schadenersatz für beschädigte Autos zahlen. Der Stahlkonzern habe seine Berufung gegen ein Urteil des Krefelder Landgerichts zurückgezogen, das damit rechtskräftig geworden sei, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichtes.

Der Stahlhersteller kam damit einer weiteren Prozess-Schlappe zuvor. Alle Indizien sprächen dafür, dass Staub aus dem Stahlwerk die Autos beschädigt habe, hatte auch der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht befunden.

Zehn Anwohner hatten geklagt, weil der Schadstoffausstoß des Werks ihre Autos beschädigt habe. Mehrere Gutachten bestätigten Rost, zerkratztes Metall und angeätzte Scheiben an den Fahrzeugen. Die chemische Zusammensetzung des Staubs, der auf den Wagen gefunden wurde, sei typisch für die Edelstahlproduktion.

ThyssenKrupp hatte bestritten, dass die Schäden an den Autos von den Emissionen ihres Werks verursacht worden seien. Es gäbe in dem Gebiet auch noch andere Industriewerke.

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