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Gemeinsamer Appell: Städteregion und Kreis Heinsberg fordern mehr Impfstoff

Gemeinsamer Appell : Städteregion und Kreis Heinsberg fordern mehr Impfstoff

Die Städteregion Aachen und der Kreis Heinsberg haben gemeinsam mit anderen nordrhein-westfälischen Kreisen an der Grenze zu den Niederlanden und zu Belgien mehr Impfdosen von der Landesregierung gefordert.

In den beiden Nachbarländern seien die Sieben-Tage-Inzidenzen seit Wochen auf einem vielfach höheren Niveau als in Deutschland, erklärten die Städteregion Aachen und die Kreise Heinsberg, Euskirchen, Borken, Kleve und Viersen am Dienstag.

Die Grenzkreise betonten in ihrem gemeinsamen Appell, seit Beginn der Pandemie sei es der politische Wille von Bund und Land, die Grenze zu den Niederlanden und zu Belgien offen zu halten. Diese Entscheidung habe Folgen für die im deutschen Grenzgebiet lebenden Bürger. Die Kreise an der Grenze hätten deutlich höhere Inzidenzwerte als vergleichbare im Inneren von NRW.

In ihrem außergewöhnlichen gemeinsamen Vorgehen erinnern die Kreise auch daran, dass Impfstoffe laut einer Vereinbarung der Ministerpräsidentenkonferenz und der Bundeskanzlerin vorrangig für Grenzregionen genutzt werden dürften.

Das Land werde „mit Nachdruck“ gebeten, „möglichst schnell zusätzliche Impfmittel an diese Kreise zu liefern“. Ein ähnliches Vorgehen habe vorige Woche der bayerische Ministerpräsident mit Blick auf die Grenzregionen zu Tschechien angekündigt. Die Grenze von NRW zu den Niederlanden ist 400 Kilometer, die zu Belgien 100 Kilometer lang.

(dpa)