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Am Mittwoch gegen Köln: Stadt Mönchengladbach prüft Bundesliga-Derby

Am Mittwoch gegen Köln : Stadt Mönchengladbach prüft Bundesliga-Derby

Mit der Entscheidung, ob und wie das Bundesliga-Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln ausgetragen werden kann, ist erst am Dienstag zu rechnen. „Wir werden uns morgen Mittag/Nachmittag erklären“, sagte ein Sprecher der Stadt Mönchengladbach am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Sie ist die zuständige Gesundheitsbehörde für die Bundesliga-Partie, die nach einer sturmbedingten Verschiebung für diesen Mittwoch als Nachholspiel angesetzt wurde.

Es werde auf verschiedenen Ebenen miteinander gesprochen, verdeutlichte der Stadtsprecher zu den laufenden Beratungen. Dem Vernehmen nach gibt es neben einem Spiel mit und ohne Zuschauer in Mönchengladbach auch die mögliche Option, den Termin erneut zu verschieben. „Auch das wäre eine Möglichkeit“, sagte Borussias Mediendirektor Markus Aretz am Montag der dpa.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern wegen der Coronakrise vorerst abzusagen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte daraufhin am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“ gesagt, das Spiel finde voraussichtlich ohne Zuschauer statt. „Ob sie ohne Publikum spielen oder ob sie gar nicht spielen, das muss schon der Verein entscheiden, nicht ich“, sagte Laumann weiter.

Training ohne Zuschauer

Ungeachtet der Entscheidung über die Austragung der Partie gegen den 1. FC Köln hat Borussia Mönchengladbach interne Maßnahmen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus getroffen. So werden alle Trainingseinheiten bis auf Weiteres hinter verschlossenen Türen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Zudem sollen die Spieler keine Selfies mit Fans machen und auch keine Autogramme schreiben. Auch persönliche Medien-Interviews mit den Spielern wurden vorerst abgesagt. Dies gab der Club am Montag bekannt. „Wir wollen die Spieler schützen“, sagte Borussias Mediendirektor Markus Aretz.

Sportchef Horst Heldt vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat in der Diskussion um Spielabsagen oder Geisterspiele wegen des neuartigen Coronavirus einen uneinheitlichen Kurs kritisiert. „Ich finde den Umgang mit dem Coronavirus konsequent inkonsequent“, sagte Heldt auf der Pressekonferenz am Montag: „Manche Spiele finden statt, andere nicht. Ich würde mir wünschen, dass es eine klare Ansage gibt.“

Die Frage, ob die Partie vor Zuschauern oder leeren Rängen stattfindet, stellt sich auch vor dem Kölner Heimspiel am Samstag gegen Mainz 05 mit dem früheren Kölner Trainer Achim Beierlorzer. Und das hätte für den Verein auch finanzielle Folgen. „Den wirtschaftlichen Schaden durch mögliche Geisterspiele kalkulieren wir natürlich durch“, sagte Sport-Geschäftsführer Heldt: „Wenn Karteneinnahmen wegbrechen, wäre das natürlich ein Problem. Aber nicht nur für uns, sondern für fast alle Bundesligisten.“

(dpa)