Brüssel: Stadt Mechelen richtet kommunale Abtreibungsambulanz ein

Brüssel: Stadt Mechelen richtet kommunale Abtreibungsambulanz ein

Weil die örtlichen Krankenhäuser die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen verweigern, erhält das belgische Mechelen ein von der Stadt getragenes Abtreibungszentrum.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag zu, wie der Fernsehsender VRT am Donnerstag berichtete. Lebensschützer protestierten vor Beginn der Sitzung gegen das Vorhaben.

Der liberale Bürgermeister Bart Somers begründete die Initiative damit, dass betroffene Frauen für den Eingriff nicht mehr in die umliegenden Städte fahren sollten. Die seit einem Jahr von der Caritas geführten Krankenhäuser hätten zuletzt neun von zehn Eingriffe verweigert und nur im Notfall Abtreibungen durchgeführt.

Medien zitierten Kommunalpolitiker mit dem Hinweis, die neue Ambulanz sei vor allem für junge Mädchen wichtig. Sie wollten ihre Schwangerschaft häufig vor der Familie verbergen und planten eine heimliche Abtreibung. Für sie sei es besonders schwierig, neben der Schule heimlich nach Antwerpen oder Brüssel zu fahren.