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Kampf gegen das Virus: Stadt Köln überprüft jeden positiven Corona-Test auf Mutationen

Kampf gegen das Virus : Stadt Köln überprüft jeden positiven Corona-Test auf Mutationen

In der Stadt Köln werden seit dieser Woche alle positiven Corona-Tests auf mutierte Viren untersucht. So soll die Ausbreitung der Mutation in Köln untersucht und soweit möglich verhindert werden.

Die Uniklinik hatte dies bei der Stadtverwaltung angeregt und bereits mehr als 400 Proben auf neue Varianten des Coronavirus überprüft, wie ein Sprecher der Uniklinik am Mittwoch sagte. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes der Stadt beteiligen sich auch die anderen großen Labore der Millionenstadt an der neuen Teststrategie. „Wir haben ein großes Interesse daran, möglichst früh Bescheid zu wissen, ob die ansteckende Variante des Virus auch in Köln grassiert, um entsprechend früh reagieren zu können“, sagte Johannes Nießen. Die Zeitung „Die Welt“ hatte zuvor berichtet.

Die Ausbreitung der neu auftretenden Virusvarianten müsse so gut wie möglich verhindert beziehungsweise verlangsamt werden, sagte der Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik, Florian Klein, der Zeitung. „Im Labor können wir die Varianten innerhalb kurzer Zeit erkennen und so die Information zu Verfügung stellen. Die Kolleginnen und Kollegen vom Gesundheitsamt können dadurch schnell reagieren und Infektionsketten unterbrechen“, so der Virologe weiter. Auf seine Initiative hin, waren die Tests ausgeweitet worden.

Bislang seien an der Uniklinik 411 Proben darauf überprüft worden, ob es sich um eine neue Sars-Cov-2-Variante handele, darunter auch ältere und solche Verdachtsfälle, die aus anderen Laboren zugesandt wurden, sagte der Unikliniksprecher. In 19 Fällen fanden die Forscher Virus-Varianten, meist die zuerst in England entdeckte Mutation B.1.1.7, in vier Fällen die Variante, die zuerst in Südafrika aufgetreten war.

Bundesgesundheitsminister Spahn hatte Anfang der Woche dafür geworben, die Labore sollten positive Corona-Tests stärker als bisher auf den genauen Virustyp hin untersuchen. Für sogenannte Sequenzierungen sollen einer seit Dienstag geltenden Verordnung zufolge 220 Euro erstattet werden.

(dpa)