Aachen: Staatsanwalt fordert hohe Strafen für Hanf-Pflanzer

Aachen: Staatsanwalt fordert hohe Strafen für Hanf-Pflanzer

Das Ende der Beweisaufnahme im mit 22 Anwälten und elf Angeklagten besetzten Drogenprozess wurde am Donnerstag mühevoll erreicht.

Die 6. Große Strafkammer am Aachener Landgerichts (Vorsitz Richter Hans Laufenberg) konnte den Programmpunkt „Plädoyers” aufrufen.

Ankläger Bernd Gustav Schulz hatte seine Ausführungen um eine Woche verschieben müssen, zu dick waren die Aktenberge in dem Verfahren.

In ihm geht es um etliche in Kellern und Scheunen versteckte Cannabisplantagen zwischen Monschau und Mönchengladbach.

Sie wurden Anfang Dezember 2008 ausgehoben, 110 Kilo Marihuana im Wert von etwa 450.000 Euro sichergestellt.

Im Zentrum des Verfahrens steht neben dem aus Waldfeucht stammenden Deutschen Bernhard Arnold R., 44, der Niederländer Adrianus G.,48, aus Sittard.

Für letzteren forderte der Staatsanwalt wegen bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln acht Jahre Haft, R. aus Waldfeucht soll immerhin für sechseinhalb Jahre einsitzen.

Verteidiger Wolfram Strauch machte für seinen Mandanten G. geltend, dass die Plantagen unter dauernder Beobachtung der Polizei betrieben wurden.

Man habe dem Spuk bereits früher ein Ende setzen können, die Strafe sei zu hoch, sagte Strauch. Ähnliches brachte Verteidiger Rainer Dietz vor.

Sein Mandant aus Eschweiler soll dreieinhalb Jahre einsitzen, eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren sei ausreichend.

Die restlichen Angeklagten sollen Strafen zwischen zwei und fünfeinhalb Jahren bekommen. Das Urteil wird am Mittwoch, 19. August, ab 14 Uhr verkündet.

Mehr von Aachener Zeitung