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Im Vorjahresvergleich: Sprengattacken auf Geldautomaten haben sich verfünffacht

Im Vorjahresvergleich : Sprengattacken auf Geldautomaten haben sich verfünffacht

Die Zahl der Sprengattacken auf Geldautomaten ist in NRW zum Jahresbeginn in die Höhe geschossen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl in den ersten Wochen mehr als verfünffacht.

Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen ist in Nordrhein-Westfalen buchstäblich explosionsartig angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresbeginn hat sich die Zahl der Sprengattacken mehr als verfünffacht. Wurden im vergangenen Jahr bis Mitte Februar sechs Taten gezählt, waren es in diesem Jahr (Stichtag 14. Februar) bereits 33 Fälle, wie aus Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) in Düsseldorf hervorgeht.

Nach Angaben einer LKA-Sprecherin fiel der Unterschied vor allem deshalb so groß aus, weil vor einem Jahr ein Lockdown in den Niederlanden das kriminelle Treiben der Panzerknacker erheblich beeinträchtigt habe. Nach Erkenntnissen der Ermittler reise ein großer Teil der Automaten-Bomber aus den Niederlanden ein.

Im vergangenen Jahr waren in NRW 151 Attacken registriert worden. Das entsprach einem Rückgang von 14 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2020, als 176 Sprengattacken gezählt wurden. Es war zugleich das Jahr mit den zweitmeisten dieser Angriffe auf Geldautomaten.

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Bereits zum Jahresende 2021 war der Trend aber wieder deutlich steigend gewesen. Fast ein Drittel der Sprengattacken des vergangenen Jahres wurden in den beiden letzten Monaten verübt. Diese kurze Taktfolge hat sich in diesem Jahr fortgesetzt. In diesem Jahr hatten die Automaten-Bomber in einer Nacht bis zu vier Geldautomaten in die Luft gejagt.

Am Montag hatte es in Altenberge im Kreis Steinfurt geknallt. Zeugen sahen mehrere maskierte Männer. Sie seien mit einem vermutlich hochmotorisierten Wagen getürmt. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte die Situation vor wenigen Tagen als „zunehmend besorgniserregend“ eingestuft und angekündigt, Bankenvertreter zu einem Treffen ins Innenministerium einzuladen.

Die Täter haben in den vergangenen Jahren etliche Millionen Euro erbeutet und zusätzlich Millionenschäden durch die Sprengungen angerichtet. Die Ermittler der LKA-Sonderkommission „Heat“ gehen davon aus, dass viele der Explosionen auf das Konto einer mehrere Hundert Mann starken Szene nordafrikanischer Einwanderer in den Niederlanden gehen. In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 11.000 Geldautomaten.

(dpa)