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Kulturministerin: Spielbetrieb an großen Theatern ab September

Kulturministerin : Spielbetrieb an großen Theatern ab September

Langsam soll wieder Leben in Theater und Konzerthäuser kommen. Doch die Kulturministerin dämpft Erwartungen: Die großen Häuser brauchen länger und starten erst in der nächsten Saison mit dem Normalbetrieb. Schließlich beginnen Ende Juni schon die Sommerferien.

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen rechnet damit, dass der Betrieb an den großen nordrhein-westfälischen Theatern nach der Coronavirus-Pause erst zur kommenden Spielzeit ab September wieder beginnt. Bei diesen Häusern mit ihren vielen Mitarbeitern und dem aufwendigen Probenbetrieb sei die Umstellung naturgemäß nicht so schnell umsetzbar, „weshalb sie ihren Spielbetrieb mit Beginn der kommenden Spielzeit aufnehmen werden“, sagte die parteilose Ministerin am Donnerstag laut einer Mitteilung.

Damit hätten auch diese Häuser Planungssicherheit und könnten Spielpläne, Inszenierungen sowie das Besucher- und Hygienemanagement an die aktuellen Vorgaben anpassen. Dabei handelt es sich nach Angaben des Ministeriums unter anderem um Theater wie das Schauspielhaus Düsseldorf, die Städtischen Bühnen Köln, das Theater Hagen oder Konzerthäuser mit großen Gebäuden und vielen Mitarbeitern.

Allgemein hätten die Theater eine enorme Flexibilität gezeigt, etwa mit neuen, auf die Corona-Bedingungen eingestellten Spielplänen oder kreativen Konzepten zur Einhaltung der Abstandsregeln. In der kommenden Woche könnten sie mit Proben beginnen und „hoffentlich schon bald wieder erste Stücke für Zuschauer auf die Bühne bringen“, erklärte die Ministerin.

Das Land hat einen Stufenplan vorgelegt, nach dem das Kulturleben unter anderem mit Abstands- und Hygieneregeln wieder beginnen kann: Museen, Musikschulen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen. Ab dem 11. Mai sind kleinere Konzerte und Aufführungen unter freiem Himmel möglich. Vom 30. Mai an sollen Kinos, kleine Theater, Opern und Konzerthäuser wieder Vorstellungen geben können. Zu den Voraussetzungen gehören ein Zutrittskonzept und zwei freie Sitzplätze zwischen Besuchern.

(dpa)