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Im Landtag: SPD will über Impfstrategie der Landesregierung sprechen

Im Landtag : SPD will über Impfstrategie der Landesregierung sprechen

Die SPD-Landtagsfraktion will die Impfstrategie der Landesregierung zum Thema einer Aktuellen Stunde machen. So gebe es etwa wachsende Zweifel, dass zentrale Impfzentren der beste Weg seien, schnell und unkompliziert viele über 80-Jährige zu impfen.

So hieß es in dem am Montag veröffentlichten Antrag. Auch im Hinblick auf die bereits in NRW festgestellten Virusmutationen bedürfe es dringend einer transparenten Kommunikation der Landesregierung. „Sie muss darlegen, inwieweit die Verbreitung der Mutationen einen Einfluss auf den laufenden Impfprozess in NRW nimmt“. Der Sprecher der SPD-Fraktion rechnet damit, dass über ihre Anliegen noch in dieser Woche im Landtag beraten wird. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ über den Antrag berichtet.

Die SPD sprach von einem „Schlingerkurs bei der Impfstrategie“. So habe Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) noch vor einer Woche medienwirksam verkündet, dass die Krankenhäuser nun zügig den Impfstoff für die Impfung von Personal in Risikobereichen erhalten sollten. Einen Tag später habe er dann wegen der Lieferengpässe bei Impfstoffherstellern die Erstimpfungen in den Kliniken mit Ausnahme der Unikliniken wieder kassiert.

Laumann gefährde damit das Vertrauen der Menschen in die Impfstrategie und in das Handeln der Landesregierung. Die abrupte Unterbrechung der Impfungen könne die Impfbereitschaft gefährden, so die SPD-Fraktion weiter. „Zurecht fühlt sich das Krankenhauspersonal nicht transparent und ausreichend informiert.“

In den nordrhein-westfälischen Kliniken wurden nach Angaben des Ministeriums vom Samstag bereits 40.000 Beschäftigte geimpft. In Corona-Risikobereichen in NRW-Kliniken arbeiten nach früheren Angaben rund 90.000 Menschen.

(dpa)