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Kandidaten für CDU-Vorsitz: Spahn bekennt sich zum Duo mit Laschet

Kandidaten für CDU-Vorsitz : Spahn bekennt sich zum Duo mit Laschet

Im Rennen um den CDU-Vorsitz hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigt, dass Armin Laschet im Kandidaten-Duo Laschet-Spahn die Führungsrolle behält.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bekannte sich Spahn bei einem Treffen des nordrhein-westfälischen Landesvorstandes am Montagabend in Neuss klar zum Duo mit Laschet und unterstrich, dass dieser dabei vorne stehe.

An dem Treffen nahmen neben Laschet und Spahn unter anderem auch Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Innenminister Herbert Reul, der Vorsitzende der NRW-Landesgruppe in der Unionsfraktion im Bundestag, Günter Krings, sowie CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak teil.

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Spekulationen, Spahn könnte das verabredete Duo aufkündigen und selbst als Kandidat für den CDU-Vorsitz antreten. Ende Februar hatten die beiden verabredet, dass Armin Laschet für den CDU-Vorsitz kandidiert und Spahn sich um einen Stellvertreterposten bemühen will. Damals war der Parteitag, der über die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer bestimmen sollte, noch für den 25. April vorgesehen. Der Kongress musste aber wegen der Corona-Krise abgesagt und neu geplant werden.

Laschet und Spahn wurden den Angaben zufolge von führenden Politikern der NRW-CDU nachdrücklich für ihren Einsatz im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie gelobt. In der Vorstandssitzung des größten Landesverbands stellten zahlreiche Wortmeldungen den beiden Politikern ein gutes Zeugnis aus. Die Sitzung fand seit Februar erstmals wieder in Präsenz statt.

In der Sitzung wurde übereinstimmenden Berichten zufolge deutlich, dass der Landesvorstand an der gemeinsamen Nominierung von Laschet für den Bundesvorsitz und Spahn für den stellvertretenden Vorsitz festhält. „Es ist unser Team“, das habe man damals „mit gutem Grund“ entschieden und daran habe sich nichts geändert, so Krings, der auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium ist.

In anderen Wortmeldungen wurde die schnelle Hilfe der Landesregierung für kleinere und mittlere Unternehmen gewürdigt. Überdies hätten gerade NRW-Unternehmen von dem auch während des Lockdowns offen gehaltenen Zugang zu den wichtigen Häfen in Rotterdam und Antwerpen profitiert „Dies wäre ohne den Einsatz von Armin Laschet in Berlin undenkbar gewesen“, so der Europapolitiker Axel Voss. Dieses Signal sei in Europa vielfach registriert worden.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hob hervor, dass Nordrhein-Westfalen zum Schulstart einen besonders konsequenten Weg gehe, um so viel Bildung in Schulen wie möglich in unter den Bedingungen der Pandemie sicherzustellen. Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, das eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt habe, um nach Ende der Sommerferien das Infektionsgeschehen durch Reiserückkehrer einzudämmen.

(dpa)