Sozialhilfe-Empfänger: Negative Entwicklung für Städteregion Aachen

Entgegen NRW-Trend : Zahl der Sozialhilfeempfänger steigt in der Städteregion

Die Zahl der Sozialhilfeempfänger ist in Nordrhein-Westfalen um 3,7 Prozent gesunken. Ein Ausreißer in dieser Statistik ist die Städteregion Aachen. Dort ist entgegen des NRW-Trends die Zahl der Empfänger um knapp 25 Prozent gestiegen.

Ende 2018 hätten noch 93.100 Menschen Sozialhilfe bezogen, berichtete das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf. Ein Jahr zuvor seien es noch 3600 Menschen mehr gewesen. 90,4 Prozent der Empfänger seien Deutsche. Fast zwei Drittel lebten in Wohn- oder Pflegeheimen. Anspruch auf Sozialhilfe haben vorübergehend Erwerbsunfähige, Vorruheständler mit niedriger Rente oder längerfristig Erkrankte.

In der Region ist die Zahl der Sozialhilfeempfänger nur im Kreis Heinsberg (-5,2 Prozent) gesunken. Im Kreis Düren gibt es mit +1,0 Prozent aber deutlich mehr neue Empfänger als in der Städteregion Aachen (+24,7 Prozent). Mit diesem Wert ist die Städteregion Spitzenreiter in NRW, gefolgt von Solingen (+22,7 Prozent) und Viersen (+20 Prozent). Deutlich positiver ist die Entwicklung im Hochsauerlandkreis, dort empfangen 26,1 Prozent weniger Sozialhilfe im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr.

In der Städteregion Aachen hat sich besonders die Zahl der Sozialhilfeempfänger außerhalb von Einrichtungen verschlechtert. Diese Zahl ist von 686 Empfängern um 50,9 Prozent auf 1035 gestiegen.

(jas/dpa)
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