Düsseldorf/Oslo: Song-Contest: Das kommt auf Düsseldorf zu

Düsseldorf/Oslo: Song-Contest: Das kommt auf Düsseldorf zu

Vor einem Jahr fand der Eurovision Song Contest (ESC) im norwegischen Oslo statt. Lena Meyer-Landrut gewann damals den Gesangswettbewerb mit ihrem Lied „Satellite”.

Mit dem ESC-Projektleiter der Stadt, Frode Valland, sprach Christian Wolf über die spezielle Grand-Prix-Atmosphäre in der Stadt, was in den kommenden Tagen auf Düsseldorf zukommt und wie man als Veranstalter des Song Contests von dem Großereignis profitieren kann.

Herr Valland, Sie haben in Oslo den Song Contest letztes Jahr erlebt. Was erwartet Düsseldorf in den kommenden Tagen?

Valland: Der Song Contest erzeugt eine wirklich besondere und internationale Atmosphäre. Delegationen aus über 40 Ländern, die vielen beteiligten Mitarbeiter und Tausende von Journalisten - jeder versucht Aufmerksamkeit zu erzeugen und seinen Spaß zu haben. Viele, die den Song Contest begleiten, sind Exzentriker und Medien-Profis. Manche sind echte Stars und andere wiederum Amateure. Jeder aber versucht, eine tolle Zeit zu haben.

Wie ist in dieser Zeit die Stimmung in der Stadt?

Es gibt eine Menge Partys und Veranstaltungen. Überall sind Kameras und Presseleute. Außerdem folgen die Fans ihren Favoriten auf Schritt und Tritt durch die Stadt.

Mit der jährlichen Nobelpreisverleihung oder der Nordischen Ski-WM in diesem Jahr hat Oslo viel Erfahrung mit Großveranstaltungen. Was aber ist das Besondere am ESC?

Beim ESC geht es um jede Menge Spaß. Außerdem ist es Europas beliebteste TV-Show. Wahrscheinlich ist es einer der friedlichsten Wettbewerbe weltweit.

Was war für Sie der tollste Moment beim Song Contest 2010?

Valland: Der Gesichtsausdruck von Lena, als sie gewonnen hatte und noch einmal mit „Satellite” auftrat.

Düsseldorf erhofft sich einen Millionengewinn durch den Song Contest. Hat Oslo von der Veranstaltung profitiert?

Valland: Schon während des Song Contests hat Oslo durch volle Hotels, Restaurants und Nachtclubs profitiert. Nachdem der ESC vorbei war, verzeichneten wir steigende Touristenzahlen aus vielen Teilnehmerländern. Die Zahl der deutschen Touristen stieg zum Beispiel um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aus Russland kamen sogar 40 Prozent mehr Besucher. Ob es eine Folge aus dem ESC ist, kann nur schwer gesagt werden. Aber die Veranstaltung hatte auf jeden Fall keine negativen Effekte.

Haben Sie Ihren Kollegen in Düsseldorf ein paar Tipps gegeben?

Valland: Ja, wir hatten mehrere Treffen mit Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) und seinem Team. Auch das Düsseldorfer Marketing und der NDR als Fernsehsender waren dabei. Sie alle haben sich die Bedingungen in Oslo angeschaut, und wir haben sie im Gegenzug in Hamburg und Düsseldorf besucht. In den Beratungen ging es darum, wie dieses Großereignis in der Stadt koordiniert werden kann.

Werden Sie sich den diesjährigen ESC anschauen?

Valland: Ich werde mir die Show sogar in der Arena in Düsseldorf anschauen können.

Haben Sie auch schon einen Favoriten?

Valland: Natürlich Norwegen mit seinem Song „Haba Haba”.

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