1. Region

Gutenberg-Recherchepreis: Sonderpreis für den AZ/AN-Podcast „Narcoland“

Gutenberg-Recherchepreis : Sonderpreis für den AZ/AN-Podcast „Narcoland“

Der Podcast „Narcoland“ unserer Zeitung beschäftigt sich mit Crystel Meth. Die fesselnde Story, die Autor Alexander Gutsfeld erzählt, hat die Jury des Gutenberg-Recherchepreises überzeugt.

Der Podcast „Narcoland“ unserer Zeitung, für den der 32-jährige Journalist Alexander Gutsfeld zur Droge Crystal Meth und der Rolle des Dreiländerecks in dem weltweiten Drogenschäft recherchiert hat, ist am Donnerstagabend mit dem Sonderpreis des Gutenberg-Recherchepreises in Mainz ausgezeichnet worden. Gutsfeld war einer von insgesamt vier Prämierten, die sich in einem Feld von 71 Kandidaten und Kandidatinnen behaupteten.

Der Gutenberg-Recherchepreis wird seit 2020 von der Lingen-Stiftung aus Köln und dem Medienunternehmen VRM (ehemals Verlagsgruppe Rhein Main) an Journalistinnen und Journalisten unter 35 Jahren für hervorragende investigative Recherchen verliehen. Insgesamt ist der Preis mit 18.000 Euro dotiert. „Narcoland“ von unserer Zeitung und Alexander Gutsfeld war unter den prämierten Einsendungen der einzige Podcast.

In der Jury-Begründung hieß es unter anderem: „Der Plot, der es spielend mit einer Netflix-Miniserie aufnehmen könnte, gleicht der eines Krimis, in dem Neugier, Aufklärungseifer und auch ein Stück Jagdinstinkt den Ermittler – hier den Journalisten – vorantreiben und sich die Puzzleteile seiner Entdeckungen immer mehr zu einem Gesamtbild fügen. Das entwickelt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.“

Und weiter: „Dass Gutsfeld sich an der Schwere des Sujets nicht verhebt, liegt zum einen an der Sorgfalt und am Perspektivenreichtum seiner Recherche, zum anderen an einem betont lakonischen Erzähl-Stil. (...) Der besondere Reiz von „Narcoland“ liegt auch darin, wie Gutsfeld die eigene Rolle und sein Verhältnis zum Thema reflektiert: nachdenklich, durchaus auch selbstkritisch (...).“

Narcoland war in diesem Jahr auch für den Grimme Online Award nominiert und wurde mit dem Coburger Medienpreis in der Kategorie „Schöpfung national“ ausgezeichnet.

(cro)