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Straßen, Gleise und mehr: So viel Fläche geht in der Region für den Verkehr drauf

Straßen, Gleise und mehr : So viel Fläche geht in der Region für den Verkehr drauf

Die Größe der Verkehrsflächen in der Region beläuft sich auf mehr als 15.500 Hektar. Die Kommune mit dem wenigsten Platz für Verkehr in NRW liegt in der Eifel. Wie sieht es im Rest der Region aus? Ein Überblick.

Ende 2021 hatten die Verkehrsflächen in der Städteregion Aachen, dem Kreis Düren und dem Kreis Heinsberg insgesamt eine Größe von 15.583 Hektar. Laut Daten des Statistischen Landesamtes war das ein Anteil von 6,85 Prozent an der gesamten Fläche der Region.

Mit 7739 Hektar waren in der Region Ende 2021 knapp die Hälfte der Verkehrsflächen (49,7 Prozent) für den Straßenverkehr vorgesehen. Wege, einschließlich asphaltierter und leicht befestigter Wege, nahmen eine Fläche von 6151 Hektar und einen Anteil von 39,5 Prozent ein. Nur rund 396 Hektar (2,5 Prozent) entfielen auf Parkplätze, Rastplätze und Raststätten. Mit 533 Hektar und einem Anteil von 3,4 Prozent gab es mehr Platz für den Flugverkehr als zum Parken. Die Flächen für den Bahnverkehr umfassten 760 Hektar und machten einen Anteil von 4,9 Prozent an allen Verkehrsflächen aus. Schiffsverkehr gab es in der Region nicht.

Regional betrachtet zeigen sich bei den Verkehrsflächen große Unterschiede. In der Eifelgemeinde Roetgen gab es im landesweiten Vergleich anteilig die wenigsten Flächen für Verkehr mit 3 Prozent. In Alsdorf (11,4 Prozent), Würselen (10,4 Prozent) und Aachen (10,1 Prozent) war der Anteil deutlich höher. In NRW lag die Stadt Oberhausen mit 17,4 Prozent an der Spitze.

Den wenigsten Anteil von Straßenverkehr an der Gesamtfläche der Kommune verzeichneten die Gemeinden Heimbach (1,7 Prozent) und Hürtgenwald (1,8 Prozent) im Kreis Düren. Im Vergleich dazu wies die Stadt Alsdorf 222 Hektar und 7 Prozent der Fläche für Straßen aus. Mit 967 Hektar hat die Stadt Aachen zwar deutlich mehr Fläche für Straßen, dies macht anteilig an der Größe der Stadt aber nur 6 Prozent aus.

Die Stadt Herzogenrath ist Spitzenreiter der Region beim Thema Bahnverkehr. Rund 1,3 Prozent der Stadtfläche, 44 Hektar, waren Bahnhöfen und Gleisen zugewiesen. Es folgte Merzenich mit einem Anteil von 1,1 Prozent. Mehrere Kommunen der Region hatten Ende 2021 keine Fläche für den Bahnverkehr.

Beim Flugverkehr lag Ende 2021 die Stadt Geilenkirchen in der Region mit 248 Hektar (3 Prozent) vorne. Grund dafür ist der Nato-Flugplatz zwischen Geilenkirchen und Gangelt. Der Fliegerhorst Nörvenich machte mit einer Größe von 125 Hektar einen Anteil von 1,9 Prozent der Gemeindefläche aus. Eine deutlich kleinere Fläche nahm der Flugplatz Merzbrück in Würselen ein. Dort waren 38 Hektar oder 1,1 Prozent der Fläche für den Flugverkehr vorgesehen.

In den Daten des statistischen Landesamtes wird nicht zwischen Verkehrsteilnehmern unterschieden, sodass Flächen wie Radwege oder Gehwege nicht gesondert erfasst werden. Fahrradfahrer und Fußgänger können sowohl Straßen als auch Wege benutzen.

Neben den Verkehrsflächen erstreckten sich Ende 2021 in der Region 168.037 Hektar (73,8 Prozent) auf Vegetationsflächen. 40.739 Hektar (17,9 Prozent) waren Flächen für Siedlungszwecke und 3277 Hektar (1,4 Prozent) waren mit Gewässern bedeckt.

(jas)