Aachen: Shell-Studie: Was läuft schlecht?

Aachen: Shell-Studie: Was läuft schlecht?

Wie geht es den Jugendlichen in Deutschland? Dazu gibt es viele Umfragen. Die bekannteste und größte ist die Shell-Studie. Am Dienstag sind die Ergebnisse der Befragung vorgestellt worden. Und sie werden seitdem diskutiert.

Für Politiker sind die Antworten der Jugendlichen interessant, aber auch für Unternehmen, für Eltern, Lehrer, Vereine, Umweltschutzorganisationen. Also für alle, die sich für die Gesellschaft verantwortlich fühlen. Viele verschiedene Aspekte werden in der Studie beleuchtet. Sie ist sehr umfangreich. Daher konzentrieren wir uns hier auf nur einen Bereich: die Bildung.

Eine zentrale Frage dabei ist: Sind unsere Schulen inzwischen so ausgestattet, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Lernchancen haben? Bei allen Studien zu diesem Thema ist in der Vergangenheit immer herausgekommen, dass es eine Chancengleichheit bei uns noch immer nicht gibt. Das heißt: Kinder, die ärmere und weniger gebildete Eltern haben, kommen in der Schule nicht so gut voran wie andere Kinder.

Nun hatten manche gehofft, es liefe inzwischen besser für die benachteiligten Kinder. Das ist aber nicht so. Auch in der Shell-Studie steht wieder dieser Satz, den wir aus anderen Studien kennen: „In Deutschland hängt der Schul- erfolg wie in keinem anderen Land von der jeweiligen sozialen Herkunft der Jugendlichen ab.“ Die Frage, wer schuld daran ist, bringt aber kein Kind weiter. Alle, die dafür verantwortlich sind, müssten sich also mehr anstrengen.

Die Jungs sind übrigens im Vergleich zur vorherigen Shell-Studie ehrgeiziger geworden. Mehr Jungs haben sich vorgenommen, einen höheren Schulabschluss zu machen — so wie viele Mädels. Die Jungs holen also auf.

(me)