1. Region

Kerkrade/Herzogenrath: Selbst der Papst schwärmt von Kloster Rolduc

Kerkrade/Herzogenrath : Selbst der Papst schwärmt von Kloster Rolduc

Selbst der Papst im fernen Rom kennt die altehrwürdige Abtei an der Stadtgrenze zwischen Kerkrade und Herzogenrath.

Das berichtet Frans Wiertz, der Bischof von Roermond. „Ah, Rolduc”, schwärmt der Heilige Vater stets, wenn er den Bischof trifft. Einer der vielen Vorfahren Johannes Pauls II., Papst Kalixt II., unterzeichnete 1122 die Urkunde, mit der das Kloster seine kirchliche Unabhängigkeit erhielt. Im Jahr 1104 hatte Graf Adalbert von Saffenberg dem aus Flandern nach Burg Rode gepilgerten Mönch Ailbertus ein Stück Land zur Errichtung dieses Klosters geschenkt.

Der Abtei-Komplex, einst Stift der strengen Augustiner-Chorherren, beherbergt heute ein Kongresszentrum mit Hotel, ein Kolleg mit insgesamt 2500 Schülern, das Priesterseminar des Bistums Roermond, eine Werkstatt samt Ausbildungsstätte für Restauratoren alter Kunst, Wohnungen, Praxen und ein kleines Gartencenter. Der Sarkophag des Kloster-Gründers ist heute in der prächtig ausgemalten Klosterkirche zu sehen, Mittelpunkt von Führungen zahlreicher Besuchergruppen.

1104 ist auch das Jahr, auf das die erste überlieferte Erwähnung der Herzogenrather Burg zurückgeht, deren genaues Entstehungsdatum im Dunkeln liegt. So sind 900 Jahre Rolduc auch ein Grund, um auf Burg Rode zu feiern. Und das wird ein ganzes Jahr lang hüben wie drüben ausführlich getan. „Wir erwarten auch ein Mitglied des Königshauses”, ist der Direktor von Rolduc, John Debets, zuversichtlich, „allerdings haben wir keinen Einfluss darauf...”

Auftakt des Festjahres ist am Samstag, 17. Januar, 18 Uhr, ein Pontifikalamt in der Klosterkirche, das von den Bischöfen von Roermond, Hasselt, Aachen und Lüttich zelebriert wird. „Jeder ist willkommen”, braucht Ton Tonnaer, Vorsitzender der Stiftung 900 Jahre Rolduc und vormals Direktor des bischöflichen Zentrums, allerdings um großes Interesse nicht zu fürchten.

Das breit gefächerte Jubiläumsprogramm umfasst religiöse und weltliche Programmpunkte gleichermaßen und reicht vom Geländelauf rund um Rolduc über Ausstellungen, Chor- und Orgelkonzerte bis zur Aufführung der Matthäus-Passion in der Abteikirche. Am 12. September zieht ein historischer Zug durch das Ländchen von Rode. Eines der profanen Highlights ist ein Freilichtkonzert der „Höhner” auf Burg Rode mit anschließendem Feuerwerk am 10. Juli.

Das komplette Programm ist erhältlich im Kloster Rolduc, Heyendallaan 82, Kerkrade, Telefon 0031/45/5466888.