1. Region

Schwerpunkteinsatz an deutsch-belgischen Grenze: Polizei zieht Bilanz

Belgische Grenze : Bundespolizei zieht erste Bilanz nach Schwerpunkteinsatz

„Wir wollten punktuell den Fahndungsdruck erhöhen und dabei für Straftäter unberechenbar sein. Dies ist uns gelungen", so lautet das erste Fazit des Einsatzleiters zu den Fahndungstagen im deutsch-belgischen Grenzraum.

Dort – in der Eifel, im Kreis Euskirchen, und dem Großraum Monschau – hat die Bundespolizei in enger Zusammenarbeit mit Einsatzkräften der Landespolizei, Kollegen aus Belgien und dem Zoll zwischen dem 24. und 26. April einen sogenannten Schwerpunkteinsatz Fahndung durchgeführt.

Im Fokus der Bundespolizei stand besonders die Bekämpfung von organisierter Schleuserkriminalität und unerlaubter Einreise, wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung der Behörde heißt. „Es konnten keine Hinweise auf organisierte Schleusungen im Grenzraum Eifel festgestellt werden. Gleichwohl soll ein solcher Einsatz auch der ergänzenden Erkenntnisgewinnung dienen. Wir werden die Feststellungen mit unseren Kooperationspartnern intensiv auswerten und auch künftig mit flexiblen Einsatzmaßnahmen wirkungsvoll gegen grenzüberschreitende Kriminalität vorgehen", so der Einsatzleiter.

Täglich waren rund 80 Beamte im Einsatz. Insgesamt kontrollierten sie 1250 Personen und rund 550 Fahrzeuge. Dabei wurden unter anderem zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Bonn und Aachen wegen des Erschleichens von Leistungen und Betruges vollstreckt. Einer der beiden Straftäter wurde nach Eröffnung des Haftbefehls in die Justizvollzugsanstalt Erlenhof eingeliefert, wo er 21 Tage bleiben muss. Der andere konnte die Geldstrafe in Höhe von 300 Euro bezahlen, und so einer Haftstrafe entgehen.

Insgesamt kontrollierten sie 1250 Personen und rund 550 Fahrzeuge. Foto: Bundespolizei

Flucht vor Kontrolle

Am Losheimer Graben kam ein 23 Jahre alter Temposünder den Anhalteversuchen der Polizisten nicht nach. Nach kurzer Verfolgung konnte er aber letztlich gestoppt werden. Der Grund für die Flucht vor den Beamten war schnell gefunden: Gegen ihn lag ein behördlicher Führerscheinentzug vor. Er wurde wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und weiterer Verstöße angezeigt.

Der 23-Jährige war aber nicht der einzige, der trotz Führerscheinentzugs hinter dem Steuer saß. Eine weitere am Rastplatz Engelau auf der Autobahn 1 kontrollierte Person führte darüber hinaus kleinere Mengen Betäubungsmittel mit sich.

Die Bundespolizei freut sich über die gewonnenen Erkenntnisse, die für die zukünftigen Fahndungsmaßnahmen von Bedeutung seien. Foto: Bundespolizei

In einem anderen Fahrzeug fanden die Beamten Pfefferspray, einen Schlagstock und ein Springmesser. Die Waffen wurden beschlagnahmt – den Besitzer erwartet nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

In Losheim zogen die Polizisten einen unter Drogeneinfluss stehenden Autofahrer aus dem Verkehr. Er hatte Cannabis konsumiert. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt, außerdem musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 750 Euro bezhalen.

Der Zoll konnte zwei Personen mit Marihuana für den Eigenkonsum stellen. Sie müssen jetzt mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.

Auch die Föderale Polizei Eupen verzeichnete bei ihren Kontrollen Erfolge. Die Ermittlungen in diesen Fällen dauern derzeit noch an.

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnten zudem noch fünf Fahndungstreffer sowie zehn Ordnungswidrigkeiten festgestellt werden. Die Bundespolizei freut sich über die gewonnenen Erkenntnisse, die für die zukünftigen Fahndungsmaßnahmen von Bedeutung seien.

(red/pol)