Ermittlungen gegen Polizei: Schwer verletzter Syrer unschuldig im Gefängnis

Ermittlungen gegen Polizei : Schwer verletzter Syrer unschuldig im Gefängnis

Ein bei einem Feuer im Gefängnis schwer verletzter Syrer hat der Staatsanwaltschaft zufolge mehr als zwei Monate lang unschuldig hinter Gittern gesessen.

Die Staatsanwaltschaft im niederrheinischen Kleve ermittelt deswegen gegen mehrere nordrhein-westfälische Polizisten wegen Freiheitsberaubung, wie die Behörde am Freitag mitteilte.

In der Zelle des 26-Jährigen in Kleve war in der vergangenen Woche ein Brand ausgebrochen, den der Häftling vermutlich selbst gelegt hatte. Bei dem Feuer hatten zehn weitere Menschen Rauchvergiftungen erlitten.

Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass der Syrer wohl Opfer einer Verwechslung geworden war. Ein in Hamburg per Haftbefehl gesuchter Mann habe sich mit den Personalien des 26-Jährigen ausgegeben, so der Behördensprecher. Ausgelöst durch eine Anfrage der Staatsanwaltschaft Hamburg kam heraus, dass das Brandopfer gar nicht der Gesuchte ist.

Die Brandursache ist noch ungeklärt. Gegen den 26-Jährigen wird nun wegen schwerer Brandstiftung ermittelt.

(dpa)
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