Düsseldorf/Aachen: Schulz und Lindner beenden Wahlkampf in ihrer Heimat

Düsseldorf/Aachen : Schulz und Lindner beenden Wahlkampf in ihrer Heimat

Die Spitzenkandidaten von SPD und FDP haben den Bundestagswahlkampf am Samstag mit Kundgebungen in ihrer jeweiligen Heimat in Nordrhein-Westfalen beendet. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz trat in Aachen in der Nähe seines Wohnorts Würselen auf.

„Wir kämpfen bis zur letzten Minute”, sagte der 61-Jährige vor rund 4000 Menschen. „Ich glaube, ihr spürt das alle: Es geht um richtig viel.”

Es gelte, eine „Regierung der sozialen Kälte” und einen Erfolg der AfD zu verhindern. „Es droht zum ersten Mal seit 1945, dass im Bundestag wieder die Totengräber der Demokratie das Wort ergreifen”, warnte er.

Schulz Aussichten erscheinen allerdings nicht besonders gut. In den jüngsten, am Freitag veröffentlichten Umfragen stand die SPD bei 21 bis 22 Prozent, die Union bei 34 bis 36 Prozent. Die AfD käme danach auf 11 bis 13 Prozent, die Linke auf 9,5 bis 11, die FDP auf 9 bis 9,5 und die Grünen auf 7 bis 8 Prozent.

FDP-Chef Lindner beschwor rund 2000 Zuhörer auf dem Düsseldorfer Schadowplatz, seiner Partei nach vier Jahren außerparlamentarischer Opposition nicht nur zurück in den Bundestag, sondern auch zur Regierungsverantwortung zu verhelfen.

In seiner einstündigen Rede kritisierte er in der Stadt, in der er wohnt, die amtierende Große Koalition besonders für ihre Renten- und Einwanderungspolitik. Schwerpunkte setzte Lindner bei Digitalisierung und Bildung. Nach ihrem Scheitern vor vier Jahren an der Fünf-Prozent-Hürde wollen die Liberalen diesmal drittstärkste Kraft im Bundestag werden.

(dpa)