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Große Nachfrage in NRW: Schnelltests sind heiß begehrt

Große Nachfrage in NRW : Schnelltests sind heiß begehrt

Vor den Ostertagen steigt die Nachfrage nach Corona-Schnelltests in NRW deutlich an. Gleichzeitig machen immer mehr Kommunen von der Möglichkeit Gebrauch, die bei hohen Infektionszahlen eigentlich vorgeschriebene Notbremse zu lockern.

Seitdem das kostenlose Angebot für mindestens einen wöchentlichen Bürgertest breiter bekannt geworden sei, wachse der Zulauf hier für die beteiligten rund 500 Apotheken in NRW enorm, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, am Montag. Auch unabhängig vom Instrument der Corona-Notbremsen-Lockerung nehme der schon seit zwei Wochen bestehende Andrang auf die Schnelltests. nun noch einmal zu – wohl vor allem, weil man an den Feiertagen die Familie besuchen und auch die Großeltern treffen wolle.

Die seit 9. März möglichen kostenlosen Bürgertests sind Preis zufolge in den Apotheken rund 500.000 Mal pro Woche durchgeführt worden, Tendenz stark steigend. Für den ersten Monat rechne man insgesamt mit 2,5 Millionen Tests. „Es kommen inzwischen ganze Familien.“

Von der Notbremsen-Lockerung machten am Montag mehr als zwei Dutzend Städte und Kreise mit anhaltend hohen Neuinfektionszahlen Gebrauch - nach grünem Licht vom Gesundheitsministerium. Dazu gehört auch die Städteregion Aachen. Auch der Kreis Düren hat entsprechende hat entsprechende Pläne.

Bürger dürfen demnach bei Vorlage eines tagesaktuellen Corona-Negativtest auch weiterhin unter Auflagen etwa in Gartenmärkten oder Bekleidungsgeschäften shoppen oder Zoo und Museum besuchen. Von starkem Andrang war zunächst nichts zu hören. Im Kreis Heinsberg ist das hingegen noch kein Thema, da der Inzidenzwert hier unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt.

Bund und Länder hatten eine Notbremse für Kommunen mit über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche angekündigt. NRW hatte dennoch zahlreichen Städten und Kreisen die Test-Option gestattet. Andere Kommunen mit hoher Wocheninzidenz – etwa Köln und Hagen – wollten dagegen auf die Bremse treten und die am 8. März unter Auflagen geöffneten Läden des nicht-täglichen Bedarfs und Kulturstätten wieder dichtmachen.

(dpa)