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Winterwetter in der Region: Schneefall sorgt für glatte Straßen und Ärger beim Busverkehr

Winterwetter in der Region : Schneefall sorgt für glatte Straßen und Ärger beim Busverkehr

Ein Tiefdruckgebiet sorgt am Montagmorgen für Schneefall in der Region. Die Polizei warnt vor glatten Straßen, besonders in der Eifel. Volleinsatz für den Winterdienst in der Stadt Aachen.

Seit vier Uhr ist der Aachener Stadtbetrieb im Volleinsatz für den Winterdienst. Der Schnee in der Nacht und am Morgen macht dies erforderlich. Vergleichbar ist die Situation überall in der Region. Ein Tief habe Nordrhein-Westfalen erfasst und verlagere sich nur langsam nach Osten, hieß es am Montag vom Deutschen Wetterdienst. Bis in die tiefen Lagen könne es schneien. Schneematsch und eine dünne Neuschneedecke erhöhten die Glättegefahr.

Im Brackvenn bleiben die Temperaturen auch im Tagesverlauf unter null Grad, im Aachener Talkessel werden maximal fünf Grad erreicht. Im weiteren Wochenverlauf bleibt es der Prognose zufolge ähnlich kalt. Wenn es regnet, drohen die Straßen danach spiegelglatt zu sein.

Das betrifft besonders die Nordeifel in der Städteregion Aachen und dem Kreis Düren. Dort wird Schneefall ab etwa 400 bis 500 Metern erwartet, in niedrigeren Lagen kommt es zu Schneeregen.

Straßensperrungen gebe es jedoch in der Städteregion nicht, heißt es auf Nachfrage. Insgesamt kam es am Morgen zu 17 Unfällen, die sich auf alle Kommunen verteilen. In allen Fällen blieb es jedoch bei Sachschaden. Eine Anzeige musste gefertigt werden, da ein Autofahrer noch mit Sommerreifen unterwegs war. In Aachen ist zudem ein Baum „Im Feldchen“ umgestürzt, zu Schaden kam es hier jedoch nicht.

Auf den Autobahnen gebe es einige wenige Gefahrenstellen aufgrund liegengebliebener Autos. Die Polizei ruft auf allen Straßen zu angepasster und vorsichtiger Fahrweise auf.

Im Kreis Düren ist derzeit die L11 bei Nideggen-Wollersheim nur eingeschränkt befahrbar, da dort ein Lastwagen von der Fahrbahn abgekommen ist, zudem stehen mehrere Autos quer. In Heimbach ist ein Autofahrer gegen ein Brückengeländer geschlittert, hier blieb es bei Sachschaden. Sonst gebe es „keine herausragenden Einsätze“, heißt es von der Leitstelle auf Nachfrage. Bei allen kleineren Unfällen blieb es ebenfalls bei Blechschaden.

In der Eifel geht es für die Kinder über verschneite Gehsteige zur Schule und in den Kindergarten.
In der Eifel geht es für die Kinder über verschneite Gehsteige zur Schule und in den Kindergarten. Foto: Sarah Maria Berners

Schnee und Glätte haben auch der Aseag am Morgen zu schaffen gemacht. Insbesondere in der Eifel und in Stolberg. Auch im Bereich der Haltestelle Vaals Flats ging es zeitweise nicht weiter. Es kam zu Verspätungen – zum Teil 30 Minuten und mehr – und Ausfällen wegen Staus und Behinderungen auf den Straßen oder weil Busse auf glatten Straßen nicht weiterfahren konnten. Hier und da mussten Umleitungen gefahren werden, teilt das Unternehmen mit.

Die SB66 konnte zeitweise nur bis Imgenbroich Bushof fahren, weil der Abschnitt bis Monschau Parkhaus für Busse nicht befahrbar war. Auch der Schülerverkehr – insbesondere in der Eifel – war von Verspätungen und Ausfällen betroffen. Gegen 8.30 Uhr hat sich die Lage wieder weitgehend normalisiert. Es gab einige kleinere Blechschäden. Ein Bus eines Auftragsunternehmen ist in Monschau in eine Leitplanke gerutscht, ein Gelenkfahrzeug musste wieder auf die Straße gezogen und ausgerichtet werden.

Für den Aachener Stadtbetrieb gilt seit 4 Uhr der Volleinsatz mit 230 Kolleginnen und Kollegen, die unter anderem mit 47 Winterdienstfahrzeugen die Straßen befahren, Schnee räumen und streuen. Maschinell und manuell seien alle verfügbaren Kräfte an Bord, heißt es. Auch die Hauptplätze, Gehwege und neuralgischen Punkte in der Stadt sind Zielpunkte der Einsatzkräfte, sagt Stadtbetrieb-Sprecherin Elisa Bresser.

„Wir sind auf diese Szenarien sehr gut vorbereitet und es hat alles reibungslos funktioniert, insbesondere der Winterdienst auf den Radwegen“, sagt Dieter Lennartz, Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft, Stadtreinigung und Winterdienst des Aachener Stadtbetriebs. Nach Kontrollfahrten im Stadtgebiet wurde mit der Schneeräumung der Straßen in der Dringlichkeitsstufe 1 begonnen. Zu dieser zählen auf 555 Kilometern zum Beispiel Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen sowie Zufahrtstraßen zu Krankenhäusern, Schulen und Feuerwachen. Zur Sicherheit wurde die Dringlichkeitsstufe ein zweites Mal abgefahren, um die Hauptverkehrsachsen freizuhalten.

Nach dem Räumen und Streuen in den Straßen der ersten Dringlichkeitsstufe begannen die Mitarbeiter im Vormittag mit Dringlichkeitsstufe 2, gefolgt von der dritten und letzten Stufe. Insgesamt sorgen sie auf rund 1200 Straßen und Straßenabschnitten mit einer Streckenlänge von etwa 1500 Kilometern für sichere Verhältnisse. Neben dem maschinellen Winterdienst sind auch viele Fußtrupps im Stadtgebiet unterwegs, die Geh- und weitere Fußwege vom Schnee befreien. Sie kümmern sich an 223 Kreuzungsbereichen, 27 Fußgängerzonen, 183 Fußgängerüberwegen, 410 Gehwegen, 81 Radwegen, 18 Brückenanlagen und 64 Treppenanlagen um die Verkehrssicherheit.

Auch in den nächsten Stunden läuft der Winterdiensteinsatz weiter. Gehwege werden bis 20 Uhr geräumt, Fahrbahnen bis 22 Uhr. Da der Deutsche Wetterdienst auch für die kommenden Stunden Schneefall und Glätte meldet, wird der Wintereinsatz unvermindert fortgesetzt. Um 3 Uhr geht es morgen für alle Einsatzkräfte weiter.

Dennoch können die schweren Müllfahrzeuge des Stadtbetriebs einige Straßen wegen des Schneefalls und entstehender Glätte nicht anfahren und die dortigen Abfallbehälter nicht leeren. Dies betrifft neben Stichstraßen und Sackgassen auch gewerbliche Privatgrundstücke, die nicht oder nicht ausreichend geräumt sind beziehungsweise waren. Die Bürger werden gebeten, die Behälter stehen zu lassen, die Sammlung wird schnellstmöglich nachgeholt, teilt die Stadt Aachen mit.

(cheb/bb/dpa)