Düren/Region: Schnee und Glatteis im Berufsverkehr: Unfall auf der A4 bei Düren

Düren/Region : Schnee und Glatteis im Berufsverkehr: Unfall auf der A4 bei Düren

Schneefall und Glatteis haben am Donnerstagmorgen in Teilen Nordrhein-Westfalens für Unfälle und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Auf der Autobahn A4 stürzte an der Anschlussstelle Düren ein Kleintransporter um. Es bildeten sich lange Staus in beide Richtungen.

Der Fahrer des Transporters verlor laut Polizei gegen 5 Uhr auf der A4 in Richtung Köln auf glatter Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug, das an der Anschlussstelle Düren umkippte. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Der Verkehr wurde einspurig um die Unfallstelle vorbeigeleitet, es bildeten sich mehr als zehn Kilometer Stau. Um 7.45 Uhr waren die Arbeiten an der Unfallstelle bereits abgeschlossen und alle Spuren wieder frei.

Wenig später kam es im selben Bereich auf der A4 zu einem weiteren Unfall. Zwei Fahrzeuge waren aufeinander aufgefahren. Die Fahrer blieben unverletzt. Auch hier ist die Autobahn inzwischen wieder frei.

Die Polizei in Euskirchen berichtet von zehn Unfällen, bei denen insgesamt drei Menschen leicht verletzt worden sind. Besonders Glück hatte ein 40-jähriger Fahrer aus dem Kreis Düren, der bei Glatteis mit teilweise abgefahrenen Sommerreifen unterwegs war. Er konnte auf einer abschüssigen Straße im Kreis Euskirchen nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte gegen einen Sattelzug. Er blieb unverletzt.

Im Süden Essen warteten viele Schüler vergeblich auf ihre Busse - der Busverkehr wurde wegen der glatten Straßen vorübergehend gestoppt. Im Bahnverkehr gab es Verspätungen und volle Züge. Wegen des Schnees auf den Straßen waren viele Pendler auf Bus und Bahn umgestiegen - die Pendlerzüge im Rheinland waren am Donnerstagmorgen brechend voll, mancherorts kamen einige Pendler kaum mehr in die vollen Züge.

Viel zu tun hatten unter anderem die Polizeidienststellen in Köln und Bonn. „Wir hatten deutlich mehr Unfälle als normalen Tagen”, sagte ein Sprecher der Polizei Bonn. Gegen 8 Uhr meldete die Polizei bereits etwa ein Dutzend Unfälle wegen glatter Straßen. Autos kamen von Fahrbahnen ab und fuhren in davorstehende Wagen auf. Auch in Bonn fuhren die Busse höhetr gelegene Punkte nicht mehr an.

Auf den Autobahnen gab es zeitweise mehrere hundert Kilometer Stau. „415 Kilometer hatten wir zwischendurch. Das ist für einen Donnerstag nach Aschermittwoch sehr viel”, sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf.

Der Schneefall hatte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr in Düsseldorf. 14 Flüge wurden für den Donnerstag gestrichen, teilte ein Flughafen-Sprecher mit. Weil die Flugzeuge vor dem Start noch enteist werden müssten, komme es außerdem zu Verspätungen. Am Flughafen Köln-Bonn wurde der Flugverkehr teilweise für zwei Stunden ausgesetzt, wie ein Sprecher mitteilte. Im Laufe des Tages könne es weiterhin zu Verspätungen bei den Flügen kommen.

(dpa/red)
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