Im Raum Aachen aufgedeckt: Schlag gegen systematische Schwarzarbeit am Bau

Im Raum Aachen aufgedeckt : Schlag gegen systematische Schwarzarbeit am Bau

200 Einsatzkräfte von Zoll und Steuerfahndung haben am frühen Dienstagmorgen Wohnungen, Geschäftsräume und Baustellen einer ganzen Gruppe von Beschuldigten aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Heinsberg durchsucht.

Das Hauptzollamt Aachen spricht von einem „Schlag gegen die organisierte Schwarzarbeit“. Der mutmaßliche Haupttäter steht im Verdacht, sanierungsbedürftige Immobilien zu kaufen und von Schwarzarbeitern kostengünstig sanieren zu lassen.

Um die Schwarzgeldzahlungen zu verschleiern, hätten eigens gegründete Firmen – sogenannte Servicefirmen –, die keinen regulären Geschäftsbetrieb unterhielten, Scheinrechnungen ausgestellt. Nach bisherigen Ermittlungen gingen auf den Konten der Servicefirmen etwa 3,5 Millionen Euro ein, die aber größtenteils in bar abgehoben wurden, wie das Zollamt mitteilte.

Die Zöllner vollstreckten einen Haftbefehl und einen Vermögensarrest über 820.000 Euro, daneben wurden 24.000 Euro Bargeld sichergestellt und umfangreiche Forderungs- und Kontopfändungen vorgenommen. Arbeitnehmer, die sich teils illegal in Deutschland aufhielten, übernachteten auf Baustellen, der Mindestlohn wurde nicht gezahlt.

(red/dpa)
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