Unsere Weihnachtskistenaktion: Schenken Sie denen etwas, die sonst leer ausgehen!

Unsere Weihnachtskistenaktion : Schenken Sie denen etwas, die sonst leer ausgehen!

Am Montag, 26. November, startet wieder die gemeinsame Weihnachtskistenaktion der Tafeln in der Region, unserer Zeitung und des Westdeutschen Rundfunks. Jede Weihnachtskiste, die von einem unserer Leser oder einer unserer Leserinnen gespendet wird, macht einen, zwei oder mehr Menschen glücklich.

Menschen, die regelmäßig bei den Tafeln in der Region mit Lebensmitteln versorgt werden, und die sich die Zutaten für ein festliches Weihnachtsessen ohne die Kiste überhaupt nicht leisten könnten.

„Wir erhoffen uns für den Bereich Düren in diesem Jahr wieder 900 Weihnachtskisten“, sagt Edith Becker von den Dürener Tafeln. Wenn sie diese Anzahl von Kisten am Abend des Montags, 17. Dezember, zusammen hat, ist sie zufrieden. Es seien immer mehr ältere Menschen auf die Dienste der Tafeln angewiesen, erzählt Edith Becker.

Damit am darauffolgenden Tag auch alle Menschen eine Kiste bekommen, die dringend eine benötigen, haben die Dürener ein Chip-System etabliert. Menschen, die regelmäßig die Tafel besuchen, bekommen in den Monaten vor Weihnachten eine Chip-Karte. So soll sichergestellt werden, dass die, die wirklich Bedarf haben, auch eine Kiste bekommen. Alle weiteren bekommen im Anschluss, wenn genügend Kisten da sind, natürlich auch noch etwas.

Eine besondere Aktion

Eigentlich ist es die Aufgabe der Tafeln, gut erhaltene Lebensmittel, die im Supermarkt oder anderen Lebensmittelgeschäften nicht mehr verkauft werden, an Bedürftige abzugeben, um der Lebensmittelverschwendung Einhalt zu gebieten. Bei der Weihnachtskistenaktion, die seit vielen Jahren stattfindet, geht es aber auch um etwas anderes: „Viele der Menschen, die bei uns eine Weihnachtskiste abholen kommen, freuen sich sehr über das Geschenk“, erläutert Edith Becker. „Denn für viele von ihnen ist es das einzige Geschenk, das sie überhaupt zum Fest bekommen.“

Das sei einerseits natürlich sehr traurig. Auf der anderen Seite ist genau deswegen die Weihnachtskistenaktion so wichtig: damit Menschen, die Weihnachten alleine sind, merken, dass jemand an sie denkt.

Gerade im ländlichen Bereich oder in Städten wie Düren hätten viele ältere Menschen große Hemmungen, die Dienste der Tafel in Anspruch zu nehmen. „In einer Stadt wie Düren kennt man sich, und das führt bei vielen alten Damen dazu, dass sie sich schämen und lieber nicht zur Tafel wollen“, beschreibt Edith Becker die Situation. Doch sie ermutigt Bedürftige, die Möglichkeit, bei der Tafel einzukaufen, in Anspruch zu nehmen. „So schlimm, wie viele fürchten, ist es nämlich gar nicht.“

Bei der Heinsberger Tafel sind es in den vergangenen Jahren immer mehr Kinder geworden, die auf die Lebensmittel der Tafeln angewiesen sind. „Wir brauchen rund 700 Spenden, um alle unsere Kunden versorgen zu können“, sagt Kurt Kornmesser. Er betont jedoch, dass man bei der Heinsberger Tafel nicht Kisten verteilt, sondern Tüten. „Damit haben wir einfach bessere Erfahrungen gemacht.“

Rund 190 Kinder werden im Heinsberger Raum mit Lebensmitteln von der Tafel versorgt. „Und wir achten sehr darauf, dass auch alle diese Kinder etwas zu Weihnachten bekommen.“ Das Spendenaufkommen der Heinsberger sei erfreulicherweise gleichbleibend hoch.

„Wir brauchen etwa 1000 Kisten“, sagt Jutta Schlockermann. 2018 sei für die Aachener Tafel ein „normales“ Jahr gewesen. Das heißt: Es sind neue Kunden hinzugekommen, aber erfreulicherweise haben auch viele Kunden eine Arbeit gefunden und sind damit nicht mehr auf die Spenden angewiesen.

Ähnlich wie in Düren beobachtet man auch bei der Aachener Tafel, dass sich die Altersstruktur der Kundschaft ändert. „Die Kunden werden immer älter“, sagt Jutta Schlockermann, „es leben viele Menschen in der Stadt von der Grundsicherung, und davon kann man sich mit Sicherheit kein schönes Weihnachtsmenü leisten.“

Schlockermann ist sehr erfreut über die Spendenbereitschaft der Aachener. „Wir versorgen an Weihnachten ja nicht nur unsere Kunden, sondern über die Sozialarbeiter der Stadt auch die Menschen, die in den Aachener Notunterkünften untergekommen sind. Denn die haben mit Sicherheit kein schönes Weihnachtsfest und es ist umso wichtiger, dass man denen etwas Gutes tut“, sagt Schlockermann. Sie ist sicher, dass das auch dieses Jahr wieder gelingen wird.

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