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Düsseldorf: Scheich bestohlen: Ex-Mitarbeiter von Luxushotel verurteilt

Düsseldorf : Scheich bestohlen: Ex-Mitarbeiter von Luxushotel verurteilt

Auch einem steinreichen Scheich fällt es auf, wenn ihm 50.000 Euro aus dem Hotelsafe fehlen. Ein Haustechniker einer Düsseldorfer Nobelherberge hatte sich bedient und stand dafür vor Gericht.

Der Haustechniker eines Luxushotels in Düsseldorf kannte den Code für die Safes und hatte einen Universal-Schlüssel für alle Zimmer. Als ein Scheich im Sommer 2013 bei der Abreise aus der Präsidentensuite einen Umschlag mit 50.000 Euro vermisste, fiel daher der Verdacht schnell auf den Mitarbeiter - und der gestand die Tat. Wegen schweren Diebstahls wurde der damals gefeuerte Mann am Freitag vom Düsseldorfer Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt. „Ich bereue das jetzt voll”, versicherte der sichtlich verunsicherte Angeklagte in dem nur eine Viertelstunde dauernden Prozess.

Mit dem Geld habe er Schulden gezahlt, erklärte der 33-Jährige. Allerdings kaufte er auch einen Wagen für 40.000 Euro. Der Familienvater, der sich inzwischen als Maler und Lackierer selbstständig gemacht hat, versprach, er wolle den Schaden wiedergutmachen und auch sein Auto verkaufen. Weder der Scheich, noch das Hotel hätten sich bei ihm gemeldet.

Am Tattag vor zwei Jahren war der Haustechniker krankgeschrieben, aber er war mit seinem Universal-Schlüssel in die von dem Scheich gemietete Präsidentensuite eingedrungen. Den Mastercode für die Safes des Luxushotels kannte der Techniker auch, und aus dem Zimmer des Scheichs nahm er den Umschlag mit. Der Gast aus Dubai bemerkte den Diebstahl jedoch schon bei der Abreise.

(dpa)