Nach fast vier Jahren: Schauspielhaus Düsseldorf in sein Stammgebäude zurückgekehrt

Nach fast vier Jahren : Schauspielhaus Düsseldorf in sein Stammgebäude zurückgekehrt

Nach fast vier Jahren Sanierung kann das weitgehend renovierte Düsseldorfer Schauspielhaus erstmals wieder vollständig bespielt werden.

Ensemble, Verwaltung und Werkstätten seien in das Stammgebäude zurückgekehrt, sagte die Sprecherin des Schauspielhauses, Martina Aschmies, auf Anfrage. Für den 2016 angetretenen Intendanten Wilfried Schulz ist es die erste komplette Saison in dem denkmalgeschützten Gebäude. Die neue Spielzeit lässt er am Freitag mit Georg Büchners „Dantons Tod“ in der Regie von Armin Petras starten. Das Stück hat für das Haus Symbolkraft: Mit Büchners Revolutionsdrama war das Schauspielhaus vor 50 Jahren eröffnet worden.

Der aus Dresden abgeworbene Schulz hatte trotz der für ihn nicht vorhersehbaren Schließung des Schauspielhauses erfolgreiches Theater in der ganzen Stadt gemacht. Schulz wich mit seiner Truppe auf Ersatzspielstätten in Zirkuszelten, Kirchen und Bürohäusern und die Probebühne am Hauptbahnhof aus. Für große Inszenierungen wie Robert Wilsons „Sandmann“ oder das David-Bowie-Musical „Lazarus“ hatte Schulz der Stadt Ausnahmegenehmigungen für das Schauspielhaus abgetrotzt. Inzwischen hat Schulz seinen Vertrag in Düsseldorf bis zur Spielzeit 2025/26 verlängert.

Noch sind die Bauarbeiten aber nicht ganz abgeschlossen. So wird die geschwungene weiße Fassade noch renoviert. Bis zum 50. Geburtstag des Schauspielhauses im Januar soll alles fertig sein. Am 16. Januar 2020 wird zum Jubiläum Bertolt Brechts „Leben des Galilei“ aufgeführt mit Burghart Klaußner in der Hauptrolle und in der Regie von Roger Vontobel.

(dpa)
Mehr von Aachener Zeitung