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Ruhrgebiet: Raffinerie fackelte Gase ab

Raffinerie fackelte Gase ab : Roter Himmel über dem Ruhrgebiet

Der riesige Feuerschein über dem nördlichen Ruhrgebiet am Montagabend geht auf das Abfackeln überschüssiger Gase im BP-Werk Scholven in Gelsenkirchen zurück. Viele Bürger hatten am Montagabend besorgt bei den Feuerwehren im Ruhrgebiet angerufen.

Fackeln sind notwendige Sicherheitseinrichtungen einer Raffinerie, erklärte das Unternehmen auf seiner Homepage dazu. Überschüssige Gase würden zu mehr als 99 Prozent durch das Zuführen von Dampf verbrannt. Im Werk Scholven sei in den späten Abendstunden nach einem technischen Defekt eine Produktionsanlage ausgefallen. Um die Anlagen zu entlasten, seien die überschüssigen Gase über die Fackeln auf dem Werksgelände verbrannt worden. BP entschuldigte sich für entstandene Unannehmlichkeiten.

Angesichts des riesigen Feuerscheins hatten am Montagabend Dutzende Bürger bei den Feuerwehren in Gelsenkirchen, Bochum, Recklinghausen und Oberhausen angerufen. Der Schein der Gasfackeln war im Umkreis von vielen Kilometern zu sehen - auch, weil die tiefstehenden Wolken den Feuerschein eindrucksvoll verstärkten, wie ein Feuerwehrsprecher am Abend erläuterte. Auf Twitter schrieb die Feuerwehr Gelsenkirchen nach etlichen Anrufen: „Es handelt sich um kein Schadensereignis! Bitte blockiert nicht die Notrufnummern der Leitstellen der Feuerwehr Gelsenkirchen und der Nachbarstädte!!!“

Auch bei der Kreisleitstelle Wesel meldeten sich mehrere Anrufer und berichteten am Montagabend von einem Feuerschein, wie die Feuerwehr Schermbeck am Dienstagmorgen mitteilte. Vorsichtshalber sei deshalb der Bösenberg von der Feuerwehr abgefahren worden. Die Leitstelle telefonierte gleichzeitig mit der Raffinerie in Gelsenkirchen, die das Abfackeln von Gas bestätigt habe. „Dennoch ist es gut, dass sich Bürger/innen Gedanken machen, wenn sie einen Feuerschein sehen.“

(dpa)