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Urteil: Rücknahme der Einbürgerung eines IS-Unterstützers rechtens

Urteil : Rücknahme der Einbürgerung eines IS-Unterstützers rechtens

Die Rücknahme der Einbürgerung eines 31-Jährigen ist nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen rechtmäßig. Der Mann hatte den IS unterstützt.

Die Rücknahme der Einbürgerung eines IS-Unterstützers, der in Syrien an Kampfhandlungen beteiligt war, ist nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen rechtmäßig. Der heute 31-Jährige in Deutschland geborene Kläger habe vor seiner Einbürgerung im Mai 2012 die Behörden arglistig getäuscht, teilte das Gericht am Dienstag mit. Er habe zum damaligen Zeitpunkt bereits Pläne unterstützt, die sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung richteten.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Kläger kann Zulassung der Berufung am Oberverwaltungsgericht in Münster beantragen (Az.: 9 K 1741/17, Urteil vom 16.5.2022).

Der Mann war im Februar 2013 nach Syrien gereist, hatte sich mehreren Terrorgruppen angeschlossen und an Kampfhandlungen teilgenommen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte ihn zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis. Der Kreis Euskirchen nahm nach seiner Rückkehr im März 2017 die Einbürgerung zurück.

(dpa)