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Rosenmontag in Köln: Bisher keine Auffälligkeiten bei Pferden

Laut Sprecher : Bisher keine Auffälligkeiten bei Pferden im Kölner Zug

Die Überprüfung der Pferde und Reiter im Kölner Rosenmontagszug hat bisher keine Auffälligkeiten zutage gefördert. Das sagte der Sprecher des Festkomitees Kölner Karneval, Michael Kramp, unter Berufung auf das zuständige Umweltamt.

Der Einsatz von mehr als 300 Pferden im Rosenmontagszug ist umstritten. Tierschützer sagen seit vielen Jahren, dass dies für die Pferde unzumutbarer Stress sei. Auch im Düsseldorfer Zug wurden die Pferde von Fachleuten begutachtet und es wurden Blutproben abgenommen – allerdings sind dort viel weniger Pferde unterwegs als in der Domstadt.

Konrad Peschen, Leiter des Kölner Umweltamtes, sagte der Deutschen Presse-Agentur, jedem Pferd sei vor dem Start des Zuges eine Blutprobe abgenommen worden. Damit solle festgestellt werden, ob die Tiere unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stünden.

Das Ergebnis werde allerdings erst in zwei Wochen feststehen. Sowohl die Stadt als auch das Festkomitee sähen für einen solchen Fall Sanktionen vor: Ställe oder Karnevalscorps könnten etwa für zukünftige Züge ausgeschlossen werden. Bislang sei das aber noch nicht vorgekommen. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir heute einen Reiter von seinem Pferd steigen lassen müssen“, sagte Peschen.

Während des Zuges sind mehrere Tierärzte dafür verantwortlich, zu schauen, ob Pferde lahmen, auffällig schwitzen oder von ihren Haltern nicht gut behandelt werden. Tierärztin Cornelia Augustiniok sagte: „Im Bedarfsfall würden wir die Tiere dann rausnehmen.“

(dpa)