Rollstuhlfahrer darf nicht mitfliegen: Ryanair rechtfertigt Vorgehen

Ryanair rechtfertigt Vorgehen : Rollstuhlfahrer aus Aachen darf nicht mitfliegen

Nachdem Ryanair einem 19-jährigen Rollstuhlfahrer aus Aachen die Mitreise in einem Flug nach Alicante untersagt hatte, hat die irische Airline ihr Vorgehen nun gerechtfertigt.

Der „Rheinischen Post“ sagte die Fluggesellschaft, dass sie die verursachten Unannehmlichkeiten bedauere, die Sicherheit der Passagiere, Mitarbeiter und Flugzeuge jedoch oberste Priorität genösse.

„Alle batteriebetriebenen Rollstühle müssen für die Flugdauer gemäß den Sicherheitsvorschriften deaktiviert und die Batteriespannung abgeschaltet werden", so Ryanair. Das habe nicht funktioniert und sei der Grund, warum Noel Diaz und sein 56 Jahre alter Vater José nicht mitfliegen durften. Ihnen sei eine Umbuchung angeboten worden.

Der 19-Jährige und sein Vater wollten über die Weihnachtstage eigentlich ihre Familie in der spanischen Hafenstadt an der Costa Blanca besuchen. „Mein schwerbehinderter Junge und ich hatten uns gerade angeschnallt, da wurden wir vom Flugpersonal aufgefordert, die Maschine zu verlassen“, beschrieb der 56-Jährige den Vorfall am Köln-Bonner Flughafen gegenüber der „Bild“-Zeitung. „Das Ryanair-Personal war knallhart, hievte meinen wehrlosen Jungen aus dem Flugzeugsitz, schob ihn aufs Rollfeld.“ Wie vor jedem Flug mit seinem Sohn habe er den Rollstuhl korrekt angemeldet.

(kit)
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