Maastricht: Rockerkrieg in Limburg: Veranstaltungen verboten

Maastricht: Rockerkrieg in Limburg: Veranstaltungen verboten

Im Raum Limburg tobt offenbar ein heftiger Rockerkrieg zwischen den verfeindeten Motorradclubs „Hells Angels“ und „Outlaws“. Die belgischen Städte Lanaken und Maasmechelen haben deshalb alle Veranstaltungen beider Gruppierungen für die kommenden beiden Monate verboten.

Hauptgrund dafür ist wohl, dass die „Hells Angels“ vor geraumer Zeit einen neuen Stützpunkt in Lanaken, nahe der niederländischen Grenze bei Maastricht, eingerichtet haben. Seitdem häufen sich - Informationen der belgischen Zeitung „Het Nieuwsblad“ zufolge - beunruhigende Berichte, dass der Konflikt zwischen „Hells Angels“ und „Outlaws“ immer heftiger werden soll.

Deshalb wurden nun alle öffentlichen Veranstaltungen der Banden von den Gemeinden Lanaken und Maasmechelen verboten: Am kommenden Samstag hätte in Maasmechelen beispielsweise eine Veranstaltung der „Outlaws“ stattfinden sollen. Auch über das Verbot eines Rock-Festivals an gleicher Stelle im August wird nach Angaben der Zeitung zur Zeit noch nachgedacht.

Man könnte zwar nicht kontrollieren, was auf privatem Grund passiere, allen öffentlichen Veranstaltungen würde man aber entschlossen entgegentreten, sagte Lanakens Bürgermeister Marino Keulen dem „Nieuwsblad“. „Unsere Bürger dürfen nicht Opfer eines Konflikts zwischen Gangs werden.“ Diese seien schließlich nicht nur Motorradfahrer, sondern Personen, die eine enge Bindung zur Kriminalität haben.

Schon im Jahr 2011 war es zu einer blutigen Auseinandersetzung gekommen: Drei Mitglieder der Motorradgang „Outlaws“ wurden damals erschossen, ihre Leichen landeten zusammen mit ihrem Kleinbus im Kanal Zuid Willemsvaart.

Weil nun aus Insider-Kreisen immer beunruhigendere Informationen durchsickerten, sei das Verbot der Rocker-Veranstaltungen die einzig richtige Entscheidung, um dem Konflikt zwischen den Gangs rechtzeitig Einhalt zu gebieten, sagte Bürgermeister Keulen.

(luk)
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