Maastricht: Riesiges Saurierskelett bei Maastricht entdeckt

Maastricht: Riesiges Saurierskelett bei Maastricht entdeckt

Im Kalksteinbruch einer Zementfabrik bei Maastricht ist das Skelett eines riesigen Meeressauriers entdeckt worden. Der spektakuläre Fund ist rund 13 Meter lang und damit noch größer als ein 1998 gefundener Saurier derselben Art.

Der Fundort liegt im Süden des Stadtzentrums in der Nähe des westlichen Maasufers. Nachdem ein Bauarbeiter am Montag riesige Zähne in der Ladeschaufel seines Baggers entdeckt hatte, wurden die Arbeiten in der Grube umgehend eingestellt und das Naturhistorische Museum Maastricht informiert. Bislang wurden ein Teil des Schädels, ein Teil des Rumpfes und ein Stück des Schwanzes freigelegt, wie das Museum auf einer Pressekonferenz am Donnerstag mitteilte.

Der Mosasaurus - lateinisch für „Echse von der Maas” - lebte in der Kreidezeit vor etwa 68 Millionen Jahren und wurde bis zu 18 Meter lang. Die gewaltigen Unterwasserraubtiere gelten als „Tyrannosaurier des Meeres”. Damals war das Gebiet vom Meer bedeckt.

Das Fossil soll in den kommenden Monaten konserviert und weiter untersucht werden. Es wird auf den Namen „Carlo” getauft, nach seinem Finder Carlo Brauer. Nach Angaben des Museums vom Donnerstag handelte es sich um den ältesten bisher entdeckten Mosasaurus Hoffmani. Zu Weihnachten soll der spektakuläre Fund der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Bereits 1998 war in Maastricht ein Mosasaurier gefunden worden, der inzwischen im Museum zu sehen ist. Das rund 12 Meter lange Tier, unter dem Namen „Bèk” bekannt, war anderthalb Millionen Jahre jünger als der jetzt gefundene „Carlo”.