Rhein-Ruhr-Express: Weitere Züge für Linien RE1 und RE4 nach Aachen

Besserer Nahverkehr für NRW : Das RRX-Netz wächst weiter

Beim Nahverkehrs-Großprojekt RRX geht mit dem Regionalexpress RE5 eine der längsten und meistgenutzten Linien an den Start. Auch die Strecken RE1 Aachen – Hamm und RE4 Aachen – Dortmund stehen vor der Auffrischung durch die neuen Züge.

Zwölf weitere Züge des neuen Rhein-Ruhr-Express' rollen ab Sonntag durch Nordrhein-Westfalen – auf der verspätungsanfälligen Strecke zwischen Wesel und Koblenz. Der private Bahnbetreiber National Express übernimmt die Linie RE5 mit dem Fahrplanwechsel in diesem Sommer und wird die modernen RRX-Züge einsetzen. Bisher waren auf der Strecke Züge der Deutschen Bahn unterwegs.

Für Reisende und Pendler erhoffen sich die Nahverkehrsverbünde Verbesserungen: Aktuell sei die Linie als eine der Strecken mit dem höchsten Fahrgastaufkommen „ein Sorgenkind in Sachen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit“, hieß es in einer Mitteilung der beteiligten Partner. Mit dem neuen Betreiber National Express habe man nun das Konzept angepasst.

So soll der Zug nicht wie ursprünglich vorgesehen in Remagen geteilt werden, sondern in voller Länge durchfahren. Generell sollen die leistungsstarken Siemens-Züge pünktlicher sein, versprechen die Betreiber. Durch ein modernes Wartungs- und Reperaturdepot garantiert Hersteller Siemens zudem, dass immer Züge verfügbar sind.

Ab Juni 2020 weitere Züge nach Aachen

Die ersten RRX-Züge waren vor einem halben Jahr auf der Linie RE11 zwischen Düsseldorf und Kassel an den Start gegangen. Reisende und Fahrgastverband Pro Bahn zeigten sich bislang zufrieden mit dem Angebot, das der Bahnbetreiber Abellio übernommen hat.

Es folgen der RE6 zwischen Köln/Bonn Flughafen und Minden (ab Dezember 2019, National Express), der RE1 von Aachen nach Hamm (ab Juni 2020, Abellio) und der RE4 von Aachen nach Dortmund (ab Dezember 2020, National Express).

Bis der RRX wie geplant im 15-Minuten-Takt Köln und Dortmund verbindet, werden aber noch Jahre vergehen. Dazu ist zunächst ein umfangreicher Ausbau des Schienennetzes nötig. Doch viele der geplanten Bauabschnitte befinden sich noch in der Genehmigungsphase. Vor 2030 rechnen die Beteiligten nicht mit einem Abschluss.

(dpa)