In eigener Sache: Renommierter Nannen Preis geht an unsere Redakteure Stephan Mohne und Oliver Schmetz

In eigener Sache : Renommierter Nannen Preis geht an unsere Redakteure Stephan Mohne und Oliver Schmetz

Stephan Mohne und Oliver Schmetz haben am Samstag in Hamburg den renommierten Nannen Preis gewonnen. Die beiden Redakteure unserer Zeitung waren in der Kategorie Investigation/Lokal nominiert.

Sie konnten bei der Preisverleihung im Verlagshaus von Gruner + Jahr Arbeiten des „Tagesspiegel“, der „Berliner Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hinter sich lassen. Die unter anderem mit Marietta Slomka (ZDF/Heute Journal) und Giovanni Di Lorenzo (Chefredakteur der „Zeit“) prominent besetzte Jury lobte die monatelange investigative Detailarbeit, die vor allem im lokalen Bereich sehr schwierig sei.

Mohne und Schmetz hatten in einer Artikelserie in unserer Zeitung dubiose Karrieren von Personalräten bei der Stadt Aachen sowie der Städteregion aufgedeckt. Die hatten teilweise Beförderungen erhalten, die deutlich über den gesetzlich erlaubten liegen. Ausgelöst durch die Berichterstattung nahm inzwischen die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue auf. Die Städteregion reagierte ebenfalls auf die Vorkommnisse und will sich verbindliche Regeln für die Einstufung der Personalräte geben, um künftig derlei Gehaltssprünge zu vermeiden.

Mohne und Schmetz zeigten sich am Samstag natürlich hoch erfreut über die Auszeichnung. Sie waren vor neun Jahren schon einmal nominiert, mussten damals aber anderen Autoren den Vortritt lassen.

Thomas Thelen, Chefredakteur unserer Zeitung, sprach den beiden Kollegen Lob aus: „Das ist eine wirklich tolle Belohnung für die Arbeit, die besonders im investigativen Bereich nicht immer einfach ist.“ Gerade dieses Aufdecken von Missständen, Skandalen und Affären, bei denen es um Geld der öffentlichen Hand gehe, gehöre aber zur Kernaufgabe des lokalen und regionalen Journalismus. Der Chefredakteur betonte, dass eine solche Leistung zweier investigativer Autoren aber nur mit der Unterstützung der gesamten Redaktion möglich sei. „Das ist eine besondere Auszeichnung für die ganze Mannschaft. So etwas ist immer ein Erfolg des Teams.“

Der Nannen Preis ging 2005 aus dem 1977 von „Stern“-Gründer Henri Nannen ins Leben gerufenen Egon-Erwin-Kisch-Preis hervor. Um den Preis haben sich in diesem Jahr rund 800 Arbeiten in sieben Kategorien beworben.

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