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Reisebus aus Aachen muss wegen Verdachtfalls umkehren

Schülerin ist nicht infiziert : Reisebus aus Aachen muss wegen Verdachtsfall umkehren

Weil eine Kontaktperson eines Corona-Infizierten aus Würselen auf das Virus getestet werden muss, musste am Samstag ein Reisebus mit einer Klasse des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs gestoppt werden.

Der Bus musste in Österreich umdrehen, als ein Arzt der Kontaktperson die Behörden informierte, teilte die Städteregion Aachen am Samstag mit. Denn unter den Schülern habe sich auch eine junge Frau befunden, die mit einem infizierten Eltfklässler aus Würselen Kontakt hatte. Der Bus werde derzeit in Bayern festgehalten.

Die Heranwachsende plage schon länger eine Erkältung, sie wollte aber trotzdem die Reise mitmachen. Das Gesundheitsamt der Städteregion musste die österreichischen Behörden sofort informieren, als klar wurde, dass die Schülerin Kontakt zu dem Infizierten aus Würselen hatte.

Daraufhin sei der Bus zur Grenze „zurückgeführt“ worden. „Womit hier zunächst keiner rechnen konnte: Die bayrischen Behörden wollten den Bus – trotz eindringlicher Bitte des städteregionalen Gesundheitsamtes – nicht mehr zurück nach Aachen fahren lassen und haben die junge Frau ins Krankenhaus auf eine Isolierstation gebracht“, heißt es in der Mitteilung der Städteregion über das Verhalten der Kollegen.

„Wir bedauern die Entscheidung der bayrischen Behörden, respektieren sie aber natürlich. Hier war alles für eine Corona-Virus-Testung vorbereitet“, sagt Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons und fügt hinzu: „Unsere Sorge gilt den Betroffenen, die wir hier vor Ort sicher besser hätten betreuen können. Selbstverständlich werden wir versuchen, das Verfahren von hier aus bestmöglich zu unterstützen!“

Am späten Samstagabend wurde die Schulklasse in eine Turnhalle mit Feldbetten gebracht. Die Klasse hatte überdies gemeinsam mit ihrem Lehrer entschieden, die Klassenfahrt nicht anzutreten. Aus diesem Grund machte sich der Bus mit den Schülerinnen und Schülern am Sonntag auf den Rückweg in die Städteregion.

Am Sonntagabend stellte sich heraus, dass die getestete Schülerin nicht mit dem Virus infiziert ist. Sie wird nun gesondert durch den bayrischen Rettungsdienst nach Hause gebracht. „Wir freuen uns, dass sich die bayerischen Behörden zu diesem Schritt entschieden haben. So folgen wir allen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts“, so der Gesundheitsdezernent der Städteregion Aachen, Dr. Michael Ziemons.

(red)