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Nachrüstung in Sicht: Regionalzüge RE1 und RE4 bald mit WLAN

Nachrüstung in Sicht : Regionalzüge RE1 und RE4 bald mit WLAN

Gute Nachricht für Bahnkunden: WLAN soll in den Regionalzügen RE1 (Aachen – Hamm) und RE4 (Aachen – Dortmund) bis Mitte des Jahres verfügbar sein. Insgesamt ist beim Internet auf Schienen aber noch viel Luft nach oben.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Verfügbarkeit von kostenfreiem WLAN im deutschen Schienen-Regionalverkehr als unzureichend kritisiert. „Besonders in der Fläche ist das zum Teil ein großes Problem“, sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann. Das liege vor allem an den sogenannten Weißen Flecken, also der mangelhaften Abdeckung mit Sendemasten der Mobilfunkanbieter. „Da muss noch viel passieren“, forderte Naumann. Andere Länder seien deutlich weiter.

Aus Naumanns Sicht ist WLAN auch im Regionalverkehr ein wichtiges Qualitätsmerkmal. „Das gehört für einen großen Teil der Reisenden dazu“, sagte er. Auf einer halbstündigen Zugfahrt kämen Fahrgäste zwar nicht auf die Idee, einen Film zu gucken. „Sie genießen es aber natürlich, ihre Mails abzuarbeiten oder Nachrichten zu sehen.“

Das sehen auch diejenigen so, die für den Regionalverkehr zuständig sind. Die Bundesländer betrauen mit dieser Aufgabe in der Regel Verkehrsverbünde oder andere Träger. Insgesamt 27 sogenannte Besteller kümmern sich in den einzelnen Bundesländern um den Regionalverkehr. Sie bestellen die Kapazitäten bei den Eisenbahn-Unternehmen und geben unter anderem vor, wie die Züge ausgestattet sein müssen.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist einer von drei Bestellern im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Bis Ende des Jahres soll in dessen Bereich nahezu die Hälfte aller Linien mit WLAN ausgestattet sein. Bei den Kollegen im Rheinland soll der WLAN-Anteil am Gesamtnetz bis Mitte dieses Jahres bei 17 Prozent liegen.

Die vier wichtigen Regional-Express-Linien ­1 (zwischen Aachen und Hamm), 4 (Aachen-Dortmund), 5 (Emmerich-Koblenz) und 6 (Minden-Köln/Bonn) werden dann entsprechend ausgestattet sein, wie ein Sprecher des zuständigen Verkehrsverbunds Rhein-Sieg mitteilte.

In Niedersachsen liegt der WLAN-Anteil am Streckennetz laut Landesnahverkehrsgesellschaft bei 42 Prozent. Nicht erfasst sind dabei die Region Hannover sowie der Großraum Braunschweig. Deutlich höher liegt die Quote in Sachsen-Anhalt. Mehr als 60 Prozent aller Linien sind dort inzwischen mit WLAN ausgestattet. „Ziel des Landes ist, alle Fahrzeuge im Eisenbahnnahverkehr in Sachsen-Anhalt mit WLAN auszurüsten“, teilte ein Sprecher des Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt mit.

Während übrigens mehr als 90 Prozent aller Züge im Nahverkehr pünktlich sind, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit, dass sie ihr Pünktlichkeitsziel im Fernverkehr für 2019 verfehlt habe. Der Staatskonzern hatte 76,5 Prozent angepeilt, aber lediglich 75,9 Prozent erreicht. Im Dezember jedoch konnte der Konzern den Wert verbessern: auf 79,1­Prozent.

(dpa)