Berlin/Aachen: Region Aachen verleiht NRW-Fest in Berlin Glanz

Berlin/Aachen: Region Aachen verleiht NRW-Fest in Berlin Glanz

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte eingeladen, über 1500 Gäste kamen. NRW zeigte sich bei prächtigstem Wetter in allen Sälen, Gärten und Terrassen der stattlichen NRW-Dependance von seiner besten Seite. Wovon sich unter anderem SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und die gesamte grüne Führungsriege überzeugten.

Im Mittelpunkt in diesem Jahr: die Region Aachen. Lukullisch, musikalisch, historisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, vor allem aber sympatisch! Und witzig: Das hinreißende Gastspiel der Aachener Stimmungsgaranten „Vier Amigos“ war ein Höhepunkt des Aachener Gastspiels als Partner des NRW-Fests. Sie brachten ihre Oden an die geliebte Heimatstadt - und das war eine Herausforderung für die Gäste: in der Sprache der Ureinwohner, in Öcher Platt. Das forderte das Publikum gewaltig, konnte es aber keineswegs davon abhalten, an einem lauschigen Frühsommerabend im Berliner Diplomatenviertel ein Öcher Fest zu feiern.

Die Region präsentierte sich von ihren besten Seiten. Ganz forsche Vertreter des Westzipfels sprachen aufgrund der geographischen Lage gar von einer „Spitzenstellung in Bund und Land“.

Die Region Aachen, das sind die Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen sowie Städteregion Aachen und Stadt Aachen — rund 1,3 Millionen Menschen, die ein starkes Stück NRW bilden. Das betonte auch Ministerpräsidentin Kraft in ihrer kurzen Begrüßung: „Aachen ist eine geschichtsträchtige Stadt und Region. Sie hat aber auch die Hochschulen und den Innovationsansatz. Das hat Zukunft. Und es leben dort liebenswerte Menschen.“

„High-Tech made in Aachen“ ist weltweit hoch geschätzt. Dafür stehen die Exzellenzuniversität RWTH Aachen, das Forschungszentrum Jülich, die FH Aachen und nicht zuletzt die zahllosen innovativen Technologieunternehmen — die Region: eine Ideenschmiede par excellence. Da durften Musterbeispiele nicht fehlen, richtig, das Elektromobil „Streetscooter“ wurde auch präsentiert.

Aber auch sonst punktete die Aachener Region in der Hauptstadt. „Wir haben wirklich viel zu bieten“, sagte der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn, der als Zwecksverbandsvorsteher die bunte Delegation der Region Aachen leitete, angesichts des bunten Angebots. „Und es ist ein Glücksfall, dass wir uns hier präsentieren dürfen, weil das natürlich den Start unseres neuen Zweckverbands wunderbar stärkt.“

Kaum eine Region bietet eine größere landschaftliche und kulturelle Vielfalt - vom Niederrheinischen bis in den Nationalpark Eifel, von Kaiser Karl, dessen Jubiläumsjahr 2014 schon mächtig beworben wurde, bis hin zur (möglichen) Europäischen Kulturhauptstadt 2018, zu der die Aachener sich derzeit gemeinsam mit den belgischen und vor allem niederländischen Nachbarn in der grenzüberschreitenden Euregio Maas Rhein bewerben.

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp war ebenso vor Ort wie Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Beide strahlten ob des Interesses, das die Region im bunten Reigen des rauschenden Festes erfuhr: „Millionen Gäste aus aller Welt kommen jedes Jahr in die Region Aachen, Geschäftsreisende, Wissenschaftler, Urlauber und Erholungssuchende. Und die können nicht irren!"

Am Ende wird der Abstecher der Region nach Berlin noch ein paar weitere anlocken.

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