1. Region

Essen: Regenmengen mancherorts in NRW größer als sonst in zwei Monaten

Essen : Regenmengen mancherorts in NRW größer als sonst in zwei Monaten

Nach zwei Wochen gefühlter Dauer-Unwetterwarnung ist normales Frühsommerwetter auch mal ganz schön. Das soll auch erstmal so bleiben. Geregnet hat es mancherorts schon mehr als sonst im Mai und Juni zusammen.

So seien in der Region von Xanten am Niederrhein bis Bocholt im Münsterland vom 25. Mai bis einschließlich 7. Juni punktuell um die 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, sagte der Meteorologe Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch. Im Durchschnitt fallen in NRW im Mai sonst 72 Liter, im Juni 84 Liter auf den Quadratmeter, zusammen also 156 Liter. „Dass es Starkregen in diesem Ausmaß gibt, ist schon außergewöhnlich”, sagte Witt weiter.

Auch in Köln seien es in diesen beiden Wochen um die 180 Liter gewesen, im Bergischen Land um die 170 Liter. „Ein bisschen trockener war es in Richtung Ostwestfalen”, sagte Witt. So seien im Raum Detmold, Paderborn und Bielefeld aber auch noch mindestens 30 Liter Regen gefallen - „tendenziell normal” nannte der Experte diese Menge.

Nach den heftigen Unwettern vom Wochenende begann das Technische Hilfswerk (THW) in Wachtberg bei Bonn mit dem Bau einer Ersatzbrücke. Starker Regen und daraus resultierende Überflutungen hatten in dem Ort im Rhein-Sieg-Kreis insgesamt fünf Brücken zerstört - zwei davon sollen in den nächsten Tagen durch Behelfsbrücken ersetzt werden, teilte das THW mit. Seit dem 30. Mai waren in NRW rund 600 THW-Helfer im Einsatz. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in den Kreisen Kleve und Wesel sowie im Raum Bonn.

In Essen standen nach starken Regenfällen am Dienstag auch am Mittwochmorgen noch U-Bahngleise unter Wasser. Erst am Vormittag konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

(dpa)