Düsseldorf: Rechtsanwalt wegen Betrugs vor Gericht

Düsseldorf: Rechtsanwalt wegen Betrugs vor Gericht

Ein ungewöhnlicher Betrugsfall beschäftigt am 7. Dezember das Düsseldorfer Amtsgericht. Angeklagt ist ein 32-jähriger Rechtsanwalt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine Zeugnisse gefälscht und sich so eine Anstellung in einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei erschlichen zu haben.

So soll der Mann Mitte Mai 2009 seiner Bewerbung zwei Zeugnisse über die erste und zweite juristische Staatsprüfung beigefügt haben. Beide Prüfungen hatte er danach mit der Note „vollbefriedigend” bestanden. Laut Anklage jedoch soll er die Zeugnisse gefälscht haben. Wie es heißt hatte er in Wirklichkeit die Prüfungen lediglich jeweils mit „ausreichend” bestanden. Da er nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch wusste, dass er mit dieser Benotung als Bewerber für die Stelle mit einem Jahresgehalt von 100.000 Euro ausscheiden würde, soll er die Zeugnisse abgeändert haben.

Der Rechtsanwaltskanzlei war die Fälschung erst mehrere Monate nach der Anstellung der 32-Jährigen aufgefallen. Die Kollegen des Mannes hatten sein Zeugnis geprüft, nachdem der Düsseldorfer immer wieder durch unzureichende Leistungen aufgefallen war. Jetzt droht ihm eine Haftstrafe wegen Betrugs. Für den Prozess ist zunächst ein Verhandlungstag angesetzt.

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