Köln/Aachen: RE1 häufig verspätet, RE9 am pünktlichsten

Köln/Aachen: RE1 häufig verspätet, RE9 am pünktlichsten

Es gibt nicht viele Themen, über die die Deutschen sich derart auslassen können wie über den Zugverkehr, es hat sich sogar eine eigene Kategorie von Witzen gebildet: Bahn-Witze. Ein Beispiel: „Genieße das Leben. In vollen Zügen.“ Es gibt nicht wenige solcher Witze zum Bahnverkehr, es gibt aber auch Fakten, und seit Donnerstag sind es wieder ein paar mehr. Ein Fakt ist: Bahnfahrer aus unserer Region haben einerseits Glück, andererseits Pech.

Denn der Regionalexpress 1 (Aachen — Paderborn) ist mit 3,85 Minuten durchschnittlicher Verspätung pro Fahrt besonders unpünktlich. Der RE9 (Aachen — Siegen) hingegen ist der pünktlichste. Auch die Kapazitätsausfälle auf der Linie 9 konnten dank weiterer Doppelstockzüge im Vergleich zum Vorjahr von 4,6 Prozent auf 2,9 Prozent deutlich verringert werden. Dies ist das Ergebnis des zweiten Berichts zur SPNV-Betriebsqualität.

Und sonst? Mit einer durchschnittlichen Verspätung von 2,2 Minuten pro Fahrt schneiden die Regionalbahn-Linien im aktuellen Vergleich zur Betriebsqualität ziemlich schlecht ab. Das Schlusslicht bilden auch diesmal die Regionalexpress-Linien mit einer durchschnittlichen Verspätung von 2,7 Minuten pro Fahrt.

Die Fahrten zwischen Aachen und Köln werden ab Freitagabend übrigens deutlich länger dauern als bislang: Die Bahnfahrer müssen sich auf meist 30 Minuten längere Fahrzeiten und mehrere Umstiege einstellen, weil RE1 und RE9 nur von beziehungsweise bis Düren verkehren.

Denn die Bahn sperrt die Strecke von Freitag, 26. Juni, 23 Uhr, bis Montag, 10. August, 4.30 Uhr. In dieser Zeit sollen 55 Kilometer Schienen inklusive Schwellen und Schotter erneuert und zwei Weichen ausgetauscht werden.

Wer zwischen Aachen und Düren losfahren oder ankommen möchte, kann Ersatzbusse zum Bahnhof nach Düren nehmen, sie starten oder enden in Aachen, Weisweiler und Langerwehe.

(cg)
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