Prügelei im Gerichtsflur bei Rocker-Prozess in Köln

Rocker-Prozess in Köln : Prügelei im Gerichtsflur

Der Prozess um eine tödliche Schießerei im Rockermilieu musste vertagt werden, da sich drei Beteiligte auf dem Flur des Gerichtsgebäudes anfingen zu prügeln. Einer der Unruhestifter musste mit Verletzungen am Kopf ins Krankenhaus gebracht werden.

Am Rande eines Prozesses um eine tödliche Schießerei im Rockermilieu ist es im Kölner Landgericht zu einer Schlägerei gekommen. Zwei Nebenkläger und einer der drei Angeklagten gerieten am Donnerstag im Gerichtsflur aneinander, wie ein Sprecher am Freitag bestätigte. Der 33 Jahre alte Angeklagte wurde am Kopf verletzt und mit einem Rettungswagen zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Das Verfahren wurde daraufhin vertagt. Zuvor hatten die „Kölnische Rundschau“ und „Bild“ berichtet.

Wie es zu dem Streit kam, war zunächst unklar. Nachdem der Tumult ausgebrochen war, ging in der Wachtmeisterei der Alarm los. Justizwachtmeister rannten durch die Korridore zum Saal und sorgten für Ruhe.

In dem Prozess sind zwei Männer wegen Mordes angeklagt, der dritte 33 Jahre alte Angeklagte wegen Beihilfe. Die Angeklagten, die mutmaßlich Verbindungen zur Rockergruppe „Hells Angels“ haben, sollen im November 2015 an der Erschießung eines Mannes in einer Kölner Bar beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei der Tat um eine Racheaktion für einen vorherigen Einbruch in einen „Hells Angels“-Treff handelte.

Bei den Nebenklägern, die in die Schlägerei verwickelt waren, soll es sich um Brüder des bei dem Überfall Getöteten handeln.

(dpa)
Mehr von Aachener Zeitung