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400 Patienten behandelt: Prozess um Bundeswehr-Arzt ohne Zulassung

400 Patienten behandelt : Prozess um Bundeswehr-Arzt ohne Zulassung

Ein Arzt, der zeitweise keine Zulassung hatte und dennoch für die Bundeswehr arbeitete, muss jetzt vor Gericht. Er soll knapp 400 Patienten behandelt haben. Theoretisch könnte jeder von ihnen als Zeuge geladen werden.

Die Zulassung war dem Mediziner 2016 trotz bestandener Prüfungen wegen eines Strafverfahrens verweigert worden und wurde trotz eines Freispruch – bis heute - wegen des laufenden Verfahrens nicht erteilt.

Dem Neusser war Brandstiftung vorgeworfen worden. Ein halbes Jahr lang habe der Mediziner ohne Approbation dennoch 397 Bundeswehrangehörige behandelt, so der Staatsanwalt – das sei ein strafbarer Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz.

Der Mediziner hat einen Strafbefehl über 40 000 Euro nicht akzeptiert. Daher der Prozess. Der Fall war im letzten September schon mal anverhandelt worden. Damals hatte der Richter deutlich gemacht, dass ein Mammutprozess drohe: Denn um die Schuldfrage zu klären, müsse jeder einzelne Behandlungsfall aufgeklärt und jeder der 397 Patienten angehört werden.

(dpa)