Prozess gegen „Koma-Schläger” wird fortgesetzt

Prozess gegen „Koma-Schläger” wird fortgesetzt

Köln. Vor dem Kölner Amtsgericht wird heute (4. Februar, 9.00 Uhr) der Prozess gegen einen als „Koma-Schläger von Ostheim” bekannt gewordenen 19-Jährigen fortgesetzt.

Er muss sich wegen eines weiteren Körperverletzungsdelikts in seinem Stadtteil Köln-Ostheim verantworten, auch soll er ein homosexuelles Paar beleidigt und angegriffen haben.

Bundesweit bekannt wurde der Kölner durch einen Vorfall am 15. Februar 2007. Dabei schlug er auf offener Straße einen 44-jährigen Mann vor den vier Kindern seiner Lebensgefährtin nieder. Das Opfer prallte dabei so unglücklich gegen eine Telefonzelle, dass es lebensgefährliche Verletzungen erlitt und lange im Koma lag. Nach Aussagen der Ärzte wird der 44-Jährige bleibende Schäden behalten.

In einem ersten Prozess hatte das Kölner Jugendgericht den Angeklagten wegen dieser Tat lediglich zu einer bloßen Schuldfeststellung mit Auflagen verurteilt, was in Teilen der Öffentlichkeit für Empörung gesorgt hat. In der Berufungsverhandlung war gegen den Angeklagten 21 Monate Jugendstrafe mit Bewährung verhängt worden.

Falls er jetzt wegen der neuen Vorwürfe verurteilt wird, droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. Am ersten Verhandlungstag hatte der Angeklagte angegeben, vom Opfer der Körperverletzung provoziert worden zu sein. Auch soll ihn das Opfer erpresst haben.

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