Geleen: Protest gegen Zwarte Piet: Friedlich, aber zensiert?

Geleen: Protest gegen Zwarte Piet: Friedlich, aber zensiert?

Der Zwarte Piet, umstrittener Gehilfe des Sinterklaas, sorgt in den Niederlanden weiter für Proteste und Debatten. Am Samstagmittag trafen in Geleen sowohl Befürworter als auch Gegner bei einer Demonstration aufeinander. Einige Plakate der Demonstranten wurden beschlagnahmt. Zwei Frauen hatten auf Facebook zu einem „Alternativen Sinterklaasfest“ auf dem Markt in Geleen aufgerufen.

Teilnehmer sollten dort friedlich gegen die „rassistische Karikatur von Menschen afrikanischer Herkunft“ protestieren. Zur gleichen Zeit fand auf dem Markt der alljährliche Empfang des Nikolauses statt, ein Kinderfest. Die Ankündigung der Veranstaltung löste zuvor auf Facebook teils heftige Reaktionen aus, die Initiatoren erhielten Gewaltandrohungen.

Nachdem Freitagmittag klar wurde, dass zu der Aktion auch Gegendemonstranten kommen würden, bereitete die Gemeinde getrennte Versammlungsorte vor und setzte zusätzliche Beamte ein. Es war schließlich nur eine überschaubare Gruppe von Leuten, die sich in Geleen traf. Ihr Protest gegen den Zwarte Piet blieb friedlich, auch nachdem einige ihrer Plakate von der Polizei beschlagnahmt wurden.

Grund dafür war die Anordnung der Gemeinde, „ausschließlich positive Botschaften“ zu verbreiten. Amnesty International sprach daraufhin von einer Zensur. Gegner und Befürworter trafen am Samstag dann aber doch zusammen. Es blieb jedoch bei verbalen Angriffen.