Düsseldorf: Prostituierte in Hotel erstochen: Zehn Jahre Haft

Düsseldorf: Prostituierte in Hotel erstochen: Zehn Jahre Haft

Im Prozess um den Tod einer jungen Prostituierten in einer Hotelsuite in Düsseldorf ist der 42 Jahre alte Angeklagte zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden.

Der Mann aus Dormagen habe die junge Frau mit zahlreichen Messerstichen niedergestreckt, urteilte das Gericht am Donnerstag. Die blutüberströmte Leiche der 25-Jährigen war am Whirlpool der Hotelsuite entdeckt worden. Der Körper wies 18 Stichwunden auf, vor allem in Brust und Nacken.

Der Mann bestritt die Tat bis zuletzt. Ein Unbekannter sei während seiner Abwesenheit in die Suite eingedrungen. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Haft.

Der Dormagener soll sich in die 25-Jährige verliebt, sich als millionenschwerer krebskranker Gönner ausgegeben und ihr eine halbe Million Euro für den Ausstieg aus der Prostitution versprochen haben. Er war der letzte Begleiter der Frau und hatte von seinen Ersparnissen die Suite auf seinen Namen gemietet. Als sich herausstellte, dass er das Geld nicht besitzt, kam es zu dem tödlichen Streit.

Der 42-Jährige hatte sich nach der Bluttat in die Türkei abgesetzt. Von dort meldete er sich per E-Mail bei Zeitungen, verschickte Fotos der Getöteten und beteuerte seine Unschuld. Nach elf Tagen flog er mit einer Linienmaschine zurück und stellte sich.

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