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Köln: Probleme mit der Kölner „Sex-Steuer”

Köln : Probleme mit der Kölner „Sex-Steuer”

Die Einführung der neuen „Sex-Steuer” in Köln läuft nicht ganz reibungslos.

Bislang seien noch nicht alle einschlägigen Etablissements erfasst, sagte am Freitag eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage in Köln.

Bei der seit dem 1. Januar geltenden Regelung erhebt die Stadt pro Monat von jeder Prostituierten 150 Euro Steuern.
Abgabe will die Stadt zwei Millionen Euro in die leere Stadtkasse bringen.

„Wir sind jetzt erstmal dabei, die Daten zu erfassen”, sagte die Sprecherin. Durch die
„Wir haben offiziell in Köln kein einziges Bordell - die heißen Wohnheime für Alleinstehende, sind aber Bordelle”, erklärte die Stadt-Sprecherin das Problem. Außerdem bestehe die Abgabepflicht auch für kleinere Saunaclubs und Erotik-Massage-Salons, die nun auch ermittelt werden müssten.

Dennoch sei eines sicher: Auch wer bislang noch nicht erfasst sei, müsse die Steuer rückwirkend ab Januar zahlen. Die schwarz-grüne Mehrheit im Stadtrat hatte die „Sex-Steuer” im Dezember beschlossen.

Außerdem war vom Rat der Stadt eine Vergnügungssteuer von 3,5 Prozent auf die Eintrittspreise auch für Konzerte oder Zirkusveranstaltungen beschlossen worden. Diese Abgabe war von Kölner Konzertagenturen heftig kritisiert worden.

Die Sprecherin der Stadt wies dies jedoch zurück. Dass die Vergnügungssteuer Künstler abschrecken könnte, nach Köln zu kommen, sei abwegig.